COSTA RICA

Sonntag, 8. Dezember 2013, Montezuma – Liberia, sonnig, 34 Grad

Unser nächstes Ziel ist Nicaragua. Da es keine Touristen-Shuttle-Busse mehr gibt, mussten wir mit öffentlichen Bussen fahren und in Liberia nächtigen.

Für 167 Straßenkilometer und 1 ½ Std. auf einer Fähre waren wir von Hotel zu Hotel insgesamt 11 Stunden unterwegs. Ein anstrengender Reisetag! Hoffentlich kommen wir morgen etwas schneller voran.

Samstag, 7. Dezember 2013, Montezuma, sonnig, 34 Grad

Wieder etwas Neues – Quad-Fahren. Die einzige Möglichkeit die umliegenden Strände und Ansiedlungen zu erkunden, war ein Quad zu mieten. Die Straßen sind alle unasphaltiert und es geht wortwörtlich über Stock und Stein. Der Vermieter hatte uns auf einer Karte eine schöne Runde eingezeichnet. Die schönsten 7 km nach seinen Erzählungen waren für mich die Hölle. Wir mussten durch 3 Flüsse u. der Weg war so schlecht und zeitweise extrem steil. Wir kamen einige Male so in Schräglage, sodaß ich dachte, das Gefährt kippt um. Mir hat es Spaß gemacht u. Christine hatte Todesangst. Die Surfstrände haben uns nicht wirklich gefallen u. so waren wir in 4 Stunden wieder zurück. Nach dem Mittagessen ging ich noch zum Baden an den Strand neben dem Dorf u. Christine hatte Zeit für ihre Lieblingsbeschäftigung – lesen in der Hängematte auf der Terrasse.

Freitag, 6. Dezember 2013, Quepos – Montezuma, sonnig, 35 Grad

Zum ersten Mal in Costa Rica sind wir heute mit dem Linienbus in 1 ½ Std. bis Jaco gefahren. Nach einer Stunde Warten in einer Bäckerei wurden wir von einem Minibus abgeholt, der uns zur „Anlegestelle“ des Wassertaxis brachte. Am Strand wurde das gesamte Gepäck in Plastiksäcke verpackt u. zum Boot getragen. Danach durften wir einsteigen. Es war eine etwas nasse Angelegenheit, da es keinen Steg gab und am Strand festgehalten wurde. Die 1-stündige Überfahrt mit dem Schnellboot nach Montezuma war interessanter als erwartet. 2 x hielten wir unterwegs am offenen Meer an; beim 1. Mal  sahen wir eine riesige Schildkröte u. beim 2. Mal einige Delfine.


Montezuma liegt im Süden der Halbinsel Nicoya. In dem verschlafenen Dorf, das aus ein paar Häusern rund um einen Park besteht, geht es sehr gemächlich zu. Der Ort ist bevölkert mit Auswanderern mit Hippie- u. Rasterfrisuren. Der Strand im Ort selbst, an dem wir auch ausgestiegen sind, hat einen dunklen Sand u. ist für uns nicht sehr einladend zum Schwimmen. Am Ortsrand kletterten wir in einer guten halben Stunde, hoch zu einem Wasserfall mit einem schönen Badebecken. Das Schwimmen war nach der anstrengenden u. nicht ganz ungefährlichen Kletterei eine Wohltat.

Donnerstag, 5. Dezember 2013, Quepos/Manuel Antonio Nationalpark, sonnig 35 Grad

Das Aufstehen um 6 Uhr war nicht zu früh. Alle brechen früh auf zum Nationalpark. In der Früh sieht man die meisten Tiere u. die Touristenbusse sind auch noch nicht da. Gleich am Parkeingang wurden wir von einem Reh begrüßt, das sich beim Fressen nicht stören ließ. In knapp 3 Stunden erwanderten wir alle geöffneten Wege. Die 35 Grad und die hohe Luftfeuchtigkeit machten uns etwas zu schaffen.

Es gibt hier 2 Jahreszeiten, Regen- und Trockenzeit. Es ist nun das Ende der Regenzeit erreicht u. die Bäume verlieren ihre Blätter, wie bei uns im Herbst.

Von den 3 einladenden Stränden im Nationalpark suchten uns den schönsten aus u. wollten ein wenig chillen. Richtig entspannen konnte man sich nicht, da man ständig von Affen und Waschbären belästigt wurde. Besonders die Waschbären sind nervig. Sie schleichen sich von hinten ran u. klauen den Leuten die Rucksäcke oder das was sich darinnen befindet. Christa hat einmal kurz nicht aufgepasst u. schon wollte einer mit ihrem Rucksack weg. Sie konnte ihm gerade noch die Kamera auf den Kopf schlagen. Die Tiere sind sehr zäh; trotz heftiger Stockhiebe lassen sie sich nicht leicht vertreiben. Einen Steirer haben sie in die Zehe gebissen, obwohl er nur dastand. Am Baum unter dem wir es uns gemütlich gemacht hatten, wohnt ein großer Lizard, Er lief ständig auf und ab und beobachtete uns.

Mittwoch, 4. Dezember 2013, St. Elena – Quepos/Manuel Antonio Nationalpark

Pünktlich holte uns der Minibus vom Hotel ab. Wir haben uns wieder für einen Touristen-Shuttle entschieden, weil es bequem und zeitsparend ist, von Hotel zu Hotel gebracht zu werden. Die Hotels buchen wir jeweils 1 – 2 Tage vorher bei einer der zahlreichen Hotel-Buchungsmaschinen über Internet.

Der 1. Teil der Strecke war wieder bergige Schotterpiste mit toller Aussicht.

 

Die Kleinstadt Quepos ist das Tor zum Nationalpark Manuel Antonio, der 7 km entfernt liegt. Da es vor dem Nationalpark einen schönen Strand gibt, sind wir nach dem Mittagessen noch mit dem Linienbus dahin gefahren. Nun sind wir zum ersten Mal auf der pazifischen Seite. Das Meer ist gleich warm wie in der Karibik, aber die Wellen sind um einiges höher. Die Strände sind bei Surfern sehr beliebt.

Dienstag, 3.12.2013, St. Elena/Monteverde, Vormittag sonnig, Nachmittag nebelig, 25 Grad

Wir sind schon um 6 Uhr aufgestanden, um möglichst früh zum Nationalpark „Monteverde“ zu gelangen. Der Bus, ein alter amerik. Schulbus, hat für die 7 km bis zum Parkeingang 30 Minuten gebraucht. Aufgrund der schlechten Piste kann er zeitweise nur im Schritttempo fahren. Obwohl es früher Morgen war, waren schon relativ viele Touristen da. Die Wege im Park sind gut ausgeschildert u. man kann auch ohne Führer gut im Nebelwald wandern. Beim Eingang fragte uns der Ranger wielange wir unterwegs sein wollen u. zeichnete uns die Route auf einer Karte ein. Aufgrund der Entfernungsangaben wissen wir, dass wir knapp 5 Kilometer gewandert sind. Leider haben wir ohne Führer nicht viele Tiere gesehen. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit und der Höhenlage ist der Nebelwald voll üppiger Vegetation. Die Bäume sind mit Farnen, Moosen, Bromelien, Flamingoblumen und Orchideen bewachsen.

 

Wieder zurück im Dorf besuchten wir das Froschmuseum. Ohne Führer hätten wir die Frösche kaum gefunden. Manche sind so winzig klein, dass man sie leicht übersieht. Nach dem Abendessen 2. Besuch im Froschmuseum. Im Dunkeln, nur mit Taschenlampe bewaffnet, machten wir uns auf die Suche. Da die Frösche in der Nacht aktiv sind, haben wir sie auch ohne Führer gefunden. Wir waren so fasziniert, dass wir uns gar nicht satt sehen konnten.

 

Montag, 2.12.2013, La Fortua – St. Elena/Monteverde, sonnig, 26 Grad

Einmal ein Tag ohne Regen! Die Reise nach Monteverde war ganz anders, als wir sie uns erwartet hatten. Mit einem Minibus ging es zum See „Arenal“, weiter mit einem Boot über den See u. danach mit einem Kleinbus nach St. Elena. Nach der Fähre war die Straße nicht mehr asphaltiert und für die 36 Kilometer benötigten wir 2 Stunden. Es ging sehr steil bergauf und sehr steil bergab. Die Naturstraße war übersät von tiefen Schlaglöchern. Am ersten Teil der Fahrt ging es durch Weideland, danach durch Kaffeeplantagen.

Wir konnten es kaum glauben, aber in dem kleinen Dorf St. Elena waren die Hauptstraßen asphaltiert.

Am Abend nahmen wir noch an einer geführten Nachtwanderung durch den Regenwald teil und bekamen einige Tiere zu Gesicht.

Sonntag, 1.12.2013, La Fortuna, regnerisch, 25 Grad

Der Tag begann mit dem Besuch einer Kakaofarm. Es war äußerst interessant, da wir alle Schritte vom Anbau bis zum fertigen Kakao bzw. Schokolade erklärt bekamen u. auch selbst bei der Herstellung mithelfen konnten. Danach gab es noch eine Verkostung von Kakao und Schokolade, die wir selbst mit diversen Zutaten verfeinern konnten. Am besten mundete uns Schokolade mit Orangenextrakt u. Hibiscus.

Auch der 6-stündige Ausflug am Nachmittag war ein Highlight und lehrreich. Im Regenwald am Fuße des Vulkans „Arenal“, erklärte uns der Führer sehr viele Pflanzen u. ihre medizinische Wirkung. Auch einige interessante Tiere und einen schönen Wasserfall bekamen wir auf der 3 km langen Wanderung zu sehen. Danach sollten wir den Sonnenuntergang mit Blick auf den Vulkan erleben, doch dieser war im Nebel verschwunden.

Lustig sahen wir mit der Gesichtspackung aus, die der Guide  aus der Vulkanerde selbst zusammengemischt hatte.

Am Rückweg fing der Führer mit der Taschenlampe noch einen besonders schönen Frosch mit roten Augen. Den letzten Stopp legten wir an einem Naturpool, unterhalb eines kleinen Wasserfalles ein, Im warmen Thermalwasser, das direkt aus dem Vulkan kommt, genossen wir noch einen Cocktail mit viel Rum. Das Baden war ein echtes Highlight. Das einzige Licht war eine Taschenlampe. Am Hintern musste man über den kleinen Wasserfall ins Becken hinunterrutschen. Unter dem Wasserfall konnte man hindurch tauchen u. man landete in einer Höhle.

Trotz des Regens am Vormittag war es ein schöner und aufregender Tag.

 

Samstag, 30.11.2013, Tortuguero – Fortuna, sonnig mit Regenschauern

Um 5 Uhr Früh mussten wir bereits aus den Federn. Wir hatten eine Kanutour zur Wildtierbeobachtung gebucht. Diese sollte aber nur bei Schönwetter stattfinden. Es hatte fast die ganze Nacht geregnet u. auch beim Aufstehen gab es immer wieder Schauer. Wir waren uns daher nicht sicher, ob wir überhaupt abgeholt werden. Der Guide kam aber doch wie vereinbart um 5,45 Uhr. Im Kanu waren wir dann 7 Personen. Bei der Buchung, anhand der Fotos, dachten wir, dass der Guide paddelt. Dem war aber nicht so! Er hatte noch 4 zusätzliche Paddel u. da wir dummerweise im Kanu ganz vorne gesessen sind, mussten wir beide ganz kräftig mitpaddeln. Bei der Nationalparkverwaltung wurde als erstes angelegt u. wir mussten je 10,-- Dollar Nationalpark-Eintritt bezahlen. Erst da sahen wir, dass 90 % der Besucher den Ausflug mit Motorbooten machten. Trotz der Anstrengung und einem heftigen Regenschauer zwischendurch lohnte sich die Tour. Wir bekamen einige der 400 Vogelarten, die im Park leben, zu Gesicht. Auch Affen und Lizzarde tummelten sich auf den Bäumen.

Nach der Rückkehr mussten wir uns beeilen, um die 1. Fähre des Tages nach La Pavona zu erwischen. Diese Fahrt auf dem engen, verwachsenen u. kurvenreichen Fluß war das Schönste des ganzen Trips. Bei der Ankunft wartete schon das bestellte Taxi, um uns und 2 Holländer aus unserer Unterkunft ins 190 km entfernte Fortuna, am Fuße des Vulkans Arenal, zu bringen.

Für morgen Früh steht eine „Kakao-Tour“ am Programm u. am Nachmittag eine Tour mit Vulkanbesichtigung, Baden an einem Wasserfall, eine Wanderung über Hängebrücken durch den Regenwald und ein Besuch der heißen Thermalquellen.

Freitag, 29.11.2013, Puerto Viejo – Tortuguero, sonnig, mit kurzen Regenschauern

Pünktlich um 8 Uhr holte uns der Shuttle-Bus von unserem Hotel ab. Über die Hafenstadt Puerto Limon, von der tonnenweise Bananen verschifft werden, ging es nach Moin. Weiter mit dem Boot 70 km auf einem Fluß, parallel zum Meer, in den Nationalpark „Parque Tortuguero“. Immer wenn es etwas zu sehen gab, hielt der Bootsführer an. Wir sahen 2 mal 3-Fingerfaultiere, Kaimane (ein Riesentier am Flussufer), Kormorane und viele andere Vogelarten. Die Bootsfahrt war wie eine geführte Tour und wirklich schön und interessant.

Im Dorf Tortuguero, das nur über Wasser oder aus der Luft erreichbar ist, leben größtenteils afro-kabrisch geprägte Menschen. Sie sind Nachfahren von englischsprachigen Zuwanderern aus Jamaika und Barbados. Im Dorf gibt es keine Straßen u. daher auch keine Autos. Lediglich einen kurzen betonierten Fußweg, die restlichen Wege sind alle aus schwarzem Sand.

Am Dorfanfang wurden wir schon von einem Guide erwartet, der uns zur Unterkunft begleitete. Er wies uns 2 x darauf hin, dass das Baden im Meer, aufgrund der starken Strömung u. der Haie, jetzt zur Regenzeit, verboten ist. Das Dorf hat seinen Namen aufgrund der Schildkröten, die hier zwischen März und Oktober am Strand ihre Eier ablegen. In jeder Saison kommen ca. 40.000 Schildkröten hier an Land.

Den gestrigen Regentag hatten wir dazu genutzt, um eine Reiseplanung für Costa Rica zu erstellen u. heute hat Christine die Pläne schon wieder geändert. Genau das ist das Schöne am Reisen wenn man flexibel sein kann.

Donnerstag, 28.11.2013, Puerto Viejo, Regen, 28 Grad

In  Costa Rica haben wir wieder 1 Stunde Zeitverschiebung; nun sind wir 7 Stunden hinter der mitteleuropäischen Zeit.

Schon in der Nacht hat starker Regen eingesetzt u. es hat die ganze Nacht durchgeregnet. Angeblich der erste Regen seit langem.

Wir wohnen in einer Lodge, die erst 1 Jahr alt ist. Die jungen Besitzer sind Auswanderer aus Madrid und äußerst freundlich und hilfsbereit. Die Zimmer haben keine Klimaanlagen u. mit den 2 kleinen Ventilatoren war das Einschlafen bei 29 Grad nicht einfach.

Durch das schlechte Wetter fiel die beabsichtigte Radtour zu den nahe liegenden Stränden bis nach Manzanilla, aus.

Mittwoch, 27.11.2013, Bocas del Toro – Puerto Viejo/Costa Rica

Beim Frühstück begann es leicht zu regnen. Wir schafften es gerade noch vor einem heftigen Regenguß zur Bootsanlegestelle. Ein überladenes Schnellboot brachte uns zurück aufs Festland. Im wartenden Minibus ging es gleich weiter zur 32 km entfernten Grenze. Zu Fuß mussten wir über eine alte, aufgelassene Eisenbahnbrücke mit teilweise losen Brettern zur Passkontrolle in Costa Rica gehen. Die ganze Gruppe durfte problemlos einreisen, nur von mir verlangte der Zöllner ein Weiterreiseticket. Es blieb mir nichts anderes übrig, als von meinem Rucksack mein E-Ticket für den Rückflug herauszusuchen. Nach 20 Min. Warten kam ein Minibus, der uns ins ca. 32 km entfernte Puerto Viejo brachte. Sowohl auf der panamesischen als auch costaricanischen Seite fuhren wir fast ausschließlich durch endlose Bananenplantagen. Wir waren froh, dass wir wieder einen Touristen-Transfer gebucht hatten, so mussten wir uns um nichts kümmern u. haben dadurch auch wieder eine Menge Zeit gespart.

 

Puerto Viejo ist eine karibische Partystadt. Es gibt hier zahlreiche Strände; Playa Negra, einen schwarzen Sandstrand und auch einige helle Sandstrände.