10. November 2016

 

Wien – Madrid – Johannesburg

 

8,15 Stunden Zwischenstopp in Madrid. Leider war der Königspalast an diesem Tag geschlossen.

 

 

11. November 2016 – Johannesburg – Graskop, 374 km, starke Gewitter, 20 Grad

 

Nach einem 11-stündigen Nachtflug müde angekommen. Die letzten Tage gab es hier heftige Unwetter mit  8 Toten, nachdem es 8 Monate keinen Regen gab!

 

Die ersten Kilometer mit dem Mietwagen im Linksverkehr u. starken Gewitter waren etwas mühsam. Kurz vor dem Dunkelwerden sind wir in Graskop angekommen.

 

 

12. November 2016 – Graskop – Hoedspruit, 248 km, sonnig, 32 Grad

 

Besichtigung der Panorama-Route, 60 km am Rande der Schlucht entlang, mit verschiedenen beeindruckenden Aussichtspunkten.

 

Bourke`s Luck Potholes
Bourke`s Luck Potholes
Three Rondavels
Three Rondavels

 

Weiter über den Abel Erasmus Pass hinunter zum Blydepoort Daam mit anschließender Bootsfahrt.

 

 

13. November 2016 – Hoedspruit – Krüger Nationalpark – Marloth Park, 309 km, bedeckt, 23 Grad

 

250 km von Nord nach Süd durch den Krüger NP. Bis auf ca. 50 km alles auf asphaltierten Straßen, erlaubte Höchstgeschwindigkeit 50 km/h, da man achtgeben muß, da die Tiere oft die Straße queren.

 

 

14. November 2016 – Marloth Park – Ezulwini (Swaziland), 189 km, regnerisch, 14 Grad, gegen Abend Gewitter

 

Kurz vor dem Swasiland kamen wir bei vielen Mango-, Bananen-, Orangen- u. Zuckerrohrplantagen vorbei. Das satte Grün war ein schöner Kontrast zur verdorrten Steppe des Krüger Parks.

 

Swasiland ist sehr bergig u. kaum flach. Alles ist schön grün. Es hat empfindlich abgekühlt. Obwohl es eine eigene Währung gibt kann man auch 1:1 mit dem südafrikanischen Rand bezahlen.

 

 

15. November 2016 – Ezulwini – St. Lucia, Vormittag Regen, Nachmittag bedeckt, 23 Grad

 

Super, neues Boutique-Hotel mit exzellentem Frühstück.

 

Mogi Boutique Hotel
Mogi Boutique Hotel

 

Zurück in Südafrika nächtigen wir in St. Lucia, im 1. touristischen Ort auf unserer Reise. Er liegt im iSimangaliso Wetland Park. Der 360 km2 große Lake St. Lucia ist das größte Binnengewässer Südafrikas. Bei einer Bootssafari am Nachmittag mit Picknick bekamen wir jede Menge Hippos zu sehen.

 

 

16. November 2016, St. Lucia – Hluhluwe-Imfolozi Park, 201 km, sonnig, 31 Grad,

 

Das Backpacker-Hostel war zwar schön, aber nichts für uns. Für gemeinschaftliche Sanitäranlagen sind wir schon zu alt und zu bequem.

 

Am heutigen Tag haben wir den Südteil des NP erkundet u. sind mitten in eine große Elefantenherde geraten; ein etwas mulmiges Gefühl.

 

 

Nach der Mittagspause in unserer Lodge im Park haben wir auf unserer Abendtour  viele Nashörner gesehen, darunter auch das seltene weiße Nashorn. Die 2 Löwen waren etwas weit weg u. für unsere billige Kamera nicht erfaßbar.

 

 

17. November 2016, Hluhluwe-Imfolozi Park – Durban, 335 km, sonnig 26 Grad, ab 16 h Regen

 

Um 5 h zur Morgensafari gestartet, aber außer ein paar Nashörnern nicht viel gesehen. Nach dem anschließenden  Frühstück in der Lodge ging es Richtung Durban. Kurz vor dem Parkausgang trafen wir noch auf eine Gruppe Elefanten und einer Büffelherde.

 

 

18. November 2016, Durban – Scottburgh, 79 km, sonnig, 26 Grad

 

Schöne neue Unterkunft – wir wären gerne länger geblieben, aber es war nur für 1 Nacht frei.

 

 

Der Strand war für uns nicht einladend; es waren auch nur Schwarze im Wasser.

 

 

Durban, drittgrößte Stadt Südafrikas mit dem größten Hafen, war früher ein exklusives Meerbad für die weiße Bevölkerung. Die Schwarzafrikaner wohnten in Gettos  vor der Stadt. In den 80er Jahren, nach dem Ende der Apartheit, strömten die Schwarzen in die Stadt u. die Weißen wohnen nun in den noblen Randbezirken und Vororten hinter hohen Mauern mit elektrischen Zäunen gesichert. Wegen der hohen Kriminalität wurden wir gewarnt im Stadtzentrum zu Fuß herum zu laufen. Wir ließen uns jedoch nicht davon abhalten u. fühlten uns nie unsicher. Wir sahen im Zentrum, außer ein paar Touristen, keine Weißen. Die von den Engländern im 18. Jhd. zwangsverpflichteten Inder bilden die zweitgrößte ethnische Gruppe der Stadt. Im indischen Viertel herrscht auf den Straßen ein buntes Durcheinander.

 

 

19. September 2016, Scottburgh – Kokstad, 191 km, sonnig, 23 Grad

 

Der Höhepunkt des Tages für Gerhard Tauchen mit Haien. Es gab 2 Optionen, sicher in einem schwimmenden Käfig mit Schnorchel u. dickem Neoprenanzug oder außerhalb des Käfigs tauchen. Wofür sich Gerhard entschieden hat brauche ich wohl nicht erwähnen! Die Haie wurden mit Sardinen angefüttert u. in kürzester Zeit wimmelte es  von Haien in allen Größen.

 

 

Nächtigung in einer von Schwarzafrikanern dominierten Provinzstadt.

 

 

Ungewohnt war für uns, daß man durch den Kleiderschrank ins Badezimmer geht. Wir hätten es fast nicht gefunden.

 

 

20. November 2016, Kokstad – East London, 419 km, sonnig/wolkig, 23 Grad

 

 

 

Auf der Nationalstraße N2 Richtung Süden durch die Gegend Ostkap. Die recht hügelige Strecke führte durch die ärmste Provinz des Landes. Vorbei an einigen Townships u. durch größere stark verschmutzte Städt. Auf den Straßen nur Schwarze.

 

 

 

East London dient nur als Zwischenstopp auf dem Weg nach Port Elizabeth.

 

 

21. November 2016 – East London – Port Elizabeth, 317 km, sonnig/wolkig, 23 Grad

 

Das wellige grüne Weideland endete 50 km vor Port Elizabeth abrupt u. die Wiesen waren ausgetrocknet. In Port Elizabeth war es auch mit dem sonnigen Wetter vorbei. Der indische Ozean hat hier sicher nicht mehr als 21 Grad u. der Strand war zum Schwimmen auch nicht einladend.

 

 

Unsere Unterkunft, das Bed & Breakfast in einem Haus aus dem Jahr 1928 entspricht auch nicht so meinem Geschmack. Obwohl alles gepflegt u. sauber ist, wohnt man mit den alten Möbeln fast wie in einem Museum; die Besitzer sind aber sehr nett.

 

 

22. November 2016 – Port Elizabeth – Addo Elephant Park – Port Elizabeth, 191 km, sonnig, 27 Grad

 

Mit unserem Auto Tagesausflug in den Addo Elephant Park. Der einzige NP mit den „big 5“ an der Küste. Im Park leben ca. 500 Elefanten. Ein schöner, erlebnisreicher Tag.

 

 

23. November 2016 – Port Elizabeth – Knysna, 289 km, VM Sonne, NM regnerisch, 23 Grad

 

Auf der bekannten Garden Route wollten wir abseits der Autobahn die Panoramastrecke durch das grüne Weideland fahren; es ist uns nicht immer ganz gelungen, da einige Straßen gesperrt waren.

 

Im Tsitsikamma-NP hatten wir vor, 2 Wanderungen zu unternehmen, aber der Regen machte uns einen Strich durch die Rechnung. Im strömenden Regen gingen wir nur über die Hängebrücke des Storms River. Den Otter Trail zum schönen Wasserfall mußten wir auslassen.

 

Beim Nachmittagskaffee an der Waterfront in Knysna schien dann wieder die Sonne.

 

 

24. November 2016, Knysna – Mossel Bay, 229 km, VM Regen, NM sonnig, 23 Grad

 

Die Wal-Tour in Plettenberg Bay wurde wegen des starken Windes abgesagt. Gott sei Dank, denn es fing auch gleich zu regnen an. Weiter auf der N102 über 3 unbefestigte Paßstraßen, mit einem Abstecher zum Flughafen in George zum GPS-Tausch, da unseres den Geist aufgegeben hatte.

 

In Mossel Bay merkten wir wieso die gebuchte Unterkunft so günstig war; sie liegt am Rande eines Townships.

 

 

25. November 2016, Mossel Bay – Oudtshoorn,   km, sonnig, 28 Grad

 

Von Mossel Bay über den Robinson Paß nach Oudtshoorn. Auf der Paßauffahrt trafen wir Wiener Freunde, die sich bei der Hitze mit dem Rad hinaufquälen mußten.

 

In der Umgebung von Oudtshoorn befinden sich unzählige Straußenfarmen. Bei einem Ausflug in einen Tierpark konnte Gerhard wieder etwas ganz Neues ausprobieren. In einem Käfig auf Tuchfühlung mit Krokodilen.

 

 

Ich durfte die Geparden streicheln. Sie schnurren wie Katzen u. schlafen 16 Stunden am Tag.

 

 

Am Nachmittag trafen wir uns mit unseren Freunden auf ein kühles Bier.

 

 

26. November 2016, Oudtshoorn, sonnig, 32 Grad

 

Kurz vor 5 Uhr aufgestanden, um 5,30 Uhr pünktlich bei der „Meerkat-Tour“ (Erdmännchen) zu sein. Die lustigen Tiere kamen bei den ersten Sonnenstrahlen aus ihrem Tunnelsystem.

 

 

Nach der Übersiedlung in ein altes ehemaliges Pfarrhaus besuchten wir eine Straußenfarm mit anschließendem Mittagessen.

 

 

Am Rückweg in die Stadt trafen wir zufällig wieder unsere Freunde; wie immer brav mit dem Fahrrad

 

 

27. November 2016, Oudtshoorn – Swartbergpaß – Oudtshoorn – Montagu, 423 km, sonnig, 39 Grad

 

Beim Frühstück fühlten wir uns wie in vergangenen Zeiten; das Ambiente, leise Klaviermusik, schwarze Bedienung, großer Tisch. Der Pastor vor dem Weg zur Kirche gab uns noch einen tollen Ausflugstipp.

 

 

Der unasphaltierte Swartbergpaß über eine enge steile Straße war sehr überwältigend.

 

 

In der gepflegten Kleinstadt Prince Albert ist die Zeit stehen geblieben. Die Häuser an der Hauptstraße sind alle schön restauriert. Man glaubt nicht in Afrika zu sein.

 

Die Jacaranda-Bäume blühen gerade
Die Jacaranda-Bäume blühen gerade

 

An unserem Tagesziel, Montagu, besuchten wir das Spa mit den Thermalquellen. Wir sind aber nur durchgegangen. Es war überlaufen, nur Schwarze, viele Kinder u. kein Platz im Schatten. Bei 39 Grad heute wäre es ohne Klimaanlage nicht auszuhalten gewesen.

 

 

28. November 2016, Montago – Gansbaai, 233 km, sonnig, 26 Grad

 

Besichtigung des südlichsten Punktes Afrikas – Cape Agulhas, hier trifft der indische Ozean mit dem Atlantik zusammen.

 

 

Danach 50 km über eine Schotterstraße nach Kleinbaai. Dort haben wir das Boot u. den Käfig angesehen mit dem es morgen zu den weißen Haien geht.

 

 

29. November 2016, Gansbaai – Kleinbaai – Gansbaai, sonnig, 21 Grad

 

Heute war endlich das „Highlight“ für Gerhard; hautnah mit dem weißen Hai. Dieser Ausflug ist so gefragt, sodaß wir schon einige Tage vorher per Internet buchen mußten. Trotzdem haben wir nur mehr den 2. Termin um 10,30 h bekommen. Kleinbaai ist ein kleiner Hafen in dem es zahlreiche Anbieter dieser „White Shark-Tour“ gibt. Nach einem Frühstücksbuffet und ausführlicher Erklärung stiegen wir auf das Boot bevor es zu Wasser gelassen wurde. Nach 15 min. Fahrzeit erreichten wir die Robben Insel Dyer Island. Die Insel beherbigt eine große Kolonie von Pinguinen u. Robben; beides Leckerbissen für weiße Haie.

 

 

Insgesamt sahen wir 3 weiße Haie. Der größte hatte eine gewaltige Länge von 3,5 m.

 

 

30. November 2016, Gansbaai – Kapstadt, 345 km, sonnig, 31 Grad, starker Wind

 

Entlang der Küste bis Gordon´s Bay u. über die Weinroute Franschhoek, Stellenbosch nach Kapstadt.

 

Heute war nicht unser Tag; wahrscheinlich bekommen wir eine Strafe wegen Falschparkens in Franschhoeck und kurz vor Kapstadt hatten wir uns noch einen Nagel eingefahren u. mußten den Reifen wechseln lassen. In der Autovermietung tauschten wir dann das Auto getauscht u. nur noch ein kleines bekommen, da kein größeres verfügbar war. Der Verkehr zur „rush hour“ in der Stadt ist noch viel schlimmer als in Wien.

 

 

Den Abend ließen wir gemütlich an der „Waterfront“ mit Blick auf den Tafelberg ausklingen. Hier wird es erst um ca. 20 h dunkel.

 

 

1. Dezember 2016, Kapstadt, sonnig, 26 Grad, starker Wind

 

Die Wanderung auf den Tafelberg war sehr steil u. anstrengend. Oben angekommen war die Seilbahn wegen des starken Windes außer Betrieb. Für den Abstieg benötigten wir etwas länger als für den Aufstieg.

 

 

Für die Mühe belohnten wir uns mit einem ausgezeichneten Mittagessen bei „Mama Afrika“. Es gab eine Grillplatte mit Springbock, Kudu, Krokodil, Strauß, Wildhund u. eine Wurst (Kudu gemischt mit Springbock).

 

 

Anschließend spazierten wir durch die Longstreet, eine Einkaufsstraße mit historischen Gebäuden.

 

 

Um 15 Uhr ging es mit der Fähre auf die Insel Robben Island. Auf der Insel war Nelson Mandela fast 20 Jahre im Gefängnis.

 

Zelle von Nelson Mandela
Zelle von Nelson Mandela

 

2. Dezember 2016, Kapstadt – Kap-Halbinsel, 183 km, sonnig, 30 Grad

 

In Muizenberg, den früher bekanntesten Badeort, zeugen noch die farbenfrohen Umkleidekabinen am Strand von der ehemaligen Glanzzeit.

 

 

Weiter der Küste entlang nach Simon`s Town, mit einer Pinguin-Kolonnie

 

 

fuhren wir fast bis zum Kap hinaus.

 

 

 

Die Rückfahrt auf der Westseite über den bekannten Chapman´s Peak wird nicht umsonst als eine der spektakulärsten Küstenstraßen der Welt bezeichnet.

 

 

Bei den Aussichtspunkten wird überall vor den aggressiven Affen gewarnt.

 

 

3. Dezember 2016, Kapstadt, sonnig, 28 Grad

 

Ausgerechnet am letzten Tag funktionierte unser Navi nicht mehr! Gott sei Dank kennt sich Gerhard schon so gut in Kapstadt aus u. wir konnten das Mietauto bei Hertz problemlos abgeben.

 

 

Zu Mittag trafen wir uns mit unserer Reisegruppe für die nächsten 24 Tage. Die Gruppe besteht aus 2 Norwegern, 2 Belgiern, 2 Schweizer, 1 Deutschen, 1 Malaysierin und uns 2. Wir sind bei weitem die ältesten.

 

mit diesem Truck sind wir die nächsten 24 Tage unterwegs
mit diesem Truck sind wir die nächsten 24 Tage unterwegs

 

Der erste gemeinsame Ausflug war eine Besteigung des Tafelberges. Für uns schon die zweite; das hatte den Vorteil daß wir schon wußten was auf uns zu kommt. Konditionell sind wir den meisten anderen weit überlegen. Wir waren 30 Minuten vor ihnen am Gipfel. Zurück konnten wir dieses Mal mit der Seilbahn fahren.

 

 

4. Dezember 2016, Kapstadt – Kap der guten Hoffnung, sonnig, 32 Grad

 

Über Houts Bay und Chapman`s Peak direkt ans Kap der guten Hoffnung.

 

 

Baboons blockieren die gesamte Straße!

 

 

Nach dem Mittagessen ein kurzer Abstecher zu den Pinguinen.

 

 

Zum Abschluß noch in ein großes Weingut zur Weinverkostung.

 

 

5. Dezember 2016, Kapstadt – West-Coast, 562 km, sonnig, 31 Grad

Wir verlassen Kapstadt u. halten noch kurz am Strand für einen Fotostopp mit dem Tafelberg.

 

Beim Mittagsstopp war die Hitze unerträglich. Der Wind war so heiß, daß er auf der Haut brannte. Die letzten 60 km auf einer Schotterstraße brachten uns in ein kleines Fischerdorf. Mit den Füßen testeten wir den Atlantik; er hat max. 13 Grad. Beim Sonnenuntergang war der Wind dermaßen kalt daß wir fast erfroren. Von einem Extrem ins Andere. Es war aber trotzdem schön, da wir am Horizont die Wale beobachteten.

 

N A M I B I A

 

6. Dezember 2016, Namibia, 262 km, sonnig, unerträglich heiß

 

Da wir heute viel vor hatten gab es schon um 6,30h Frühstück,. Zu Mittag erreichten wir unser Camp am Oranje-River. Am Plan stand eine 13 km Kanufahrt, mit Abendessen am Lagerfeuer u. Nächtigung am Flußufer unter freiem Himmel im Schlafsack. Da der Fluß aber zu wenig Wasser hat, blieben wir bei der Lodge u. genossen das Pool mit Ausblick auf den Fluß.

 

 

Wir durften wählen:

 

Schlafen unter freiem Himmel auf einem Feldbett oder aber die Möglichkeit ein Zelt aufzustellen u. darin zu übernachten. Da wir 2 Nächte hier bleiben u. es hier auch schöne Bungalows gibt, haben wir einen komfortablen Bungalow mit Klimaanlage gewählt.

 

 

Statt der Kanufahrt sollte der lokale Guide mit uns eine Wandertour unternehmen. Es war ihm zu heiß u. daher machte er mit uns einen Termin um 17 h aus. Gekommen ist er um 18,30 h. Er wanderte mit uns über eine Steinwüste, sodaß unser Tourguide ihm sagte, er soll umdrehen u. nach Hause gehen. Unsere Gruppe ist dann noch allein weiter gewandert u. auf einem Hügel haben wir den Sonnenuntergang angesehen.

 

 

Zum Abendessen bekamen wir einen typisch afrikanischen Eintopf mit Lammfleisch, Kürbis, Karotten, Zucchini, Tomaten u. diversen Gewürzen.

 

 

7. Dezember 2016, Noordoewer, sonnig, unerträglich heiß

 

Abermals Frühstück um 6,30 h. Als wir zum Campingplatz kamen haben noch einige auf ihren Feldbetten geschlafen. Keiner unserer Gruppe schlief im Zelt. Der Ausflug war für 7 h angesetzt, los ging es erst um 8 Uhr. Die 10 km Kanufahrt auf dem Orange-River, der sich wie ein grünes Band durch das Wüstengebiet schlängelt u. teilweise von schroffen Klippen umgeben ist, war aufgrund der Hitze sehr anstrengend. Teilweise war das Wasser so seicht daß wir die Kanus über die Felsen ziehen mußten. Dies war gar nicht so einfach, da die Steine sehr glitschig waren.

 

 

Am Flußufer wurde mittags Rast gemacht u. es gab einen mitgebrachten Reissalat.

 

 

8. Dezember 2016, Noordoewer – Namib Rand, ca. 570 km, sonnig, heiß

 

Die Strecke führte die meiste Zeit über eine Wellblechpiste. Zu Mittag stoppten wir am Fish River Canyon, dem zweitgrößten Canyon der Welt. Die Aussicht war grandios. Das Nachtlager schlugen wir in einem Camp mitten in der Wüste auf; ohne Strom. Wir und die 2 Norweger waren die einzigen die das Zelt aufstellten; die anderen schliefen wiederum unter dem Sternenhimmel.

 

 

9. Dezember 2016, Namib Rand, sonnig, unerträglich heiß

 

Die Nacht in den Campingbetten war nicht wirklich erholsam. Bei den ersten Sonnenstrahlen wachten alle auf, da die Sonne vom ersten Strahl an, sofort heiß brennt.

 

Nach einem leichten Frühstück unternahmen wir eine 2-stündige Wüstenwanderung. Gesehen haben wir dabei fast nichts. Danach gab es Brunch u. dann hieß es, die Zeit in der Hitze bis zum Abend totschlagen. Gefragt war der kleine Pool, der für etwas Abkühlung sorgte. Um 18 h wurden wir zu einer Abendsafari abgeholt, die wir uns auch hätten sparen können, da es in dieser Gegend außer Antilopen u. Zebras nicht viel zu sehen gibt. Beim allabendlichen Lagerfeuer gab es heute T-Bone-Steaks mit typisch afrikanischer Beilage.

 

 

10. Dezember 2016, Namib Rand – Sossusvlei, ca. 170 km, sonnig, 42 Grad (kein Schreibfehler!)

 

Die ganze Strecke nur Wüste. Ab und zu ein Wegweiser zu einer Lodge! Wer übernachtet hier freiwillig?

 

Bei Sossusvlei gibt es die höchsten Sanddünen Afrikas. Das letzte Stück wurden wir mit Allrad-Jeeps zu den Dünen gebracht. In der größten Hitze stiegen die fitteren der Gruppe in 45 Minuten bei 42 Grad, knappe 300 m auf den höchsten Gipfel. Hinunter wurde gelaufen u. es dauerte nur 3 Minuten. Zwischen den Sanddünen gibt es immer wieder Kalkplatten, in denen bei Regen das Wasser stehen bleibt.

 

 

Vor dem Abendessen machten wir noch eine kurze Wanderung in einem engen Canyon mit verschiedenen Gesteinsformationen, der zurzeit komplett ausgetrocknet war.

 

 

Unser Guide wollte uns wieder nötigen unter freiem Himmel zu schlafen, obwohl uns beim Abendessen der Wüstensand durch den starken Wind um die Ohren flog. Sie meinte der Sand sei gut für den Magen!!! Auch würden wir im Zelt braten. Wir setzten uns aber durch und stellten als Einzige das Zelt auf. Bereut haben wir es nicht, da es in der Früh ziemlich kalt wurde u. einige uns erzählten, daß es ihnen zu kühl war.

 

 

11. Dezember 2016, Sossusvlei – Swakopmund, ca. 320 km, Hochnebel, 24 Grad

 

Wieder ein langer Weg durch die Wüste an die Küste.

 

Lunch gab es an der Küste in Walvis Bay mit Blick auf hunderte Flamingos.

 

 

Swakopmund ist eine der 3 größten Städte Namibias und man spricht vorwiegend Deutsch. Die Stadt ist umgeben von hohen Sanddünen, die im Gegensatz zu den roten am Vortag,  weiß sind. Durch den kühlen Wind an der Küste froren wir bei 24 Grad u. brauchten eine Jacke. Die Einheimischen schwammen im kalten Atlantik; 4 Delphine schwammen fast bis zum Strand.

 

 

12. Dezember 2016, Swakopmund, Hochnebel, 24 Grad

 

Ruhetag!

 

Viele unserer Gruppe unternahmen Aktivitäten; die meisten waren Tandem-Fallschirmspringen. Es wurde wegen des Hochnebels verschoben. Zu Mittag kam für 1 Stunde die Sonne raus. Wir machten am Vormittag einen Bummel durch die Stadt. Am Nachmittag unternahm Gerhard eine Fat Bike Tour in den Dünen. Er war ganz begeistert.

 

 

13. Dezember 2016, Swakopmund – Brandberg, ca. 350 km, heiß, 38 Grad

 

Wieder den ganzen Tag Wüste und auf Schotterpiste. Außerhalb der Stadt ist kaum ein Auto zu sehen. Die Küste hoch nach Cape Cross zu einer riesengroßen Seehundkolonie. Bis dorthin war die Straße noch asphaltiert. Je näher wir der Kolonie kamen umso mehr begann es zu stinken; es liegen viele tote Seehundbabys herum. Ihre Mütter werden im Meer von den Haien gefressen u. dadurch verhungern.

 

 

Nach dem Mittagessen (eine Wurstsemmel; wird hier als Mittagessen bezeichnet!) ging es weiter zum Brandberg. Dies ist die höchste Erhebung Namibias; ca. 2.650 m. Am Fuße wanderten wir mit einem lokalen Guide ca. 5 km in der größten Hitze zu Felsmalereien. Dazwischen hielten wir noch kurz bei einem Verkaufsstand für Edelsteine. Die Frauen verkauften in ihrer Originaltracht (nur Lendenschurz u. Schmuck); die Haare glatt mit rotem Lehm befestigt.

 

 

 

Dieses Mal mußten alle im Zelt übernachten, da das Wüstencamp gelegentlich von den seltenen Wüstenelefanten heimgesucht wird. Gerhard ist schon etwas unrund; der viele Sand u. Staub geht ihm schon gewaltig auf die Nerven.

 

 

 

 

14. Dezember 2016, Brandberg – Etosha Nationalpark, ca. 300 km, sonnig 35 Grad

 

Wüste, Wüste, Wüste – langsam reicht es!

 

Zum Mittagessen gab es Obstsalat; da gingen Gerhard endgültig die Nerven durch. Daraufhin bekam er noch 2 Käse-Sandwich.

 

Es war wieder übernachten unter freiem Himmel angesagt. Wir waren die Einzigen die ein upgrade auf ein nicht gerade billiges Zimmer machten. Dafür hatten wir ein luxuriöses Zimmer mit Klimaanlage.

 

 

 

Das Camp liegt an einem Wasserloch, wo sich nach dem Essen die meisten Gäste versammelten, um auf die Tiere zu warten. Es war aber nicht gerade aufregend; erst zu später Stunde kamen 2 Nashörner.

 

 

15. Dezember 2016, Etosha – Campwechsel, ca. 160 km, sonnig, 35 Grad

 

Wir haben es nicht bereut, daß wir im Zimmer schliefen. In der Nacht liefen die Hyänen durchs Camp und verschleppten Hannes seine Stirnlampe u. einen Schuh. Bei Aufstehen war ein Skorpion im Bett von Stuart.

 

 

Pünktlich zum Sonnenaufgang um 6,11h wurde das Gate geöffnet u. wir gingen auf Pirschfahrt. Wir sahen Giraffen, Nashörner, Hyänen, Gazellen, Schakale u. überraschenderweise 2 x Löwen. Einmal ein Pärchen u. dann ein ganzes Rudel mit 2 Babys.

 

 

Die Nachmittagspirschfahrt war nicht besonders aufregend. An einem Wasserloch sahen wir aber jede Menge Giraffen.

 

 

16. Dezember 2016, Fort Namutoni – Caprivi, ca. 630 km, Vormittag sonnig, Nachmittag bewölkt

 

Ein langer Tag im Truck. Endlich haben wir die Wüstenlandschaft hinter uns gebracht u. sind in der fruchtbaren Natur am Okavango-Fluß. Am Flußufer schlafen wir auf einem abenteuerlichen Campingplatz mit ganz primitiven Sanitäranlagen und gemischter Toilette.

 

 

B O T S W A N A

 

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