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D U B A I |
23./24.11.2011 Wien - Dubai
Der Nachtflug nach Dubai war sehr
kurzweilig. In den 5 1/2 Std. Flug sind wir nicht viel zum Schlafen
gekommen. Nach der Landung um 6,30 h in der Früh ging es mit der Metro,
die direkt am Flughafen eine Station hat, zum Hotel. Das Gepäck mußten wir
im Kofferraum deponieren, da das Zimmer erst um 13 Uhr zur Verfügung
stand. Somit machten wir uns gleich auf zum Stadtrundgang.
Wir schlenderten entlang dem Dubai
Creek, einem 12 km ins Land reichenden Meeresarm und der Lebensader der
Stadt. Hier ankern viele bauchige Holzschiffe, aus dem Jemen u. Iran. Am
Kai stapeln sich Holzkisten, Jutesäcke, Autoreifen u. vieles mehr. Ein
Stück weiter kommt man zu den alten Souks. In den engen, überdachten
Gassen ließen wir uns zuerst von den Düften des orientalischen Gewürz-Souk
verzaubern u. um anschließend durch den Gold-Souk zu wandern, in dem sich
ein Juwelier nach dem anderen befindet. Mit einem Wassertaxi (einem
kleinen Holzboot für ca. 20 Personen) setzten wir auf die andere Seite des
Creeks über.
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Wassertaxi |
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Souk |
Im Viertel Bur Dubai lebt Dubai`s
Geschichte. Hier am Ende des Creeks begann im 18. Jhd. die Geschichte des
Emirates. Es drängen sich aufwändig restaurierte, historische
Windturmhäuser in den engen Gassen dicht aneinander. Wir fühlten uns hier
wie in Indien. Es gibt viele Stoff- und Seidengeschäfte u. indische
Schneider. Der Unterschied zu Indien ist, daß es hier sehr sauber u.
gepflegt ist.
Im Dubai-Museum wird das Leben des
traditionellen Dubai anhand lebensgroßer Puppen dargestellt; Geräusche
untermalen die Kulisse.
Die Zeit verging wie im Flug.
Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, besuchten wir noch die größte
Shopping-Mall der Welt. Sie beherbergt 1.200 Geschäfte, 160 Restaurants u.
Cafe`s u. einen großen Eislaufplatz. Sie beherbergt auch ein Aquarium und
einen Unterwasserzoo. Durch eine große Glaswand von 33 m Breite u. 8 m
Höhe kann man die 30.000 Meeresbewohner, darunter 400 Hai und Rochen
besichtigen. Man kann in dem Becken sogar tauchen oder schnorcheln u. mit
einem Glasbodenboot fahren. Die Taucher aus dem Einkaufszentrum zu
beobachten war für uns interessanter als die vielen Fische. Alle bekannten
Modelabels sind hier mit riesigen Boutiquen vertreten. Die Preise sind
unseren in Österreich ähnlich. In der Mall ist auch der Zugang zum über
800 m höchstem Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa. Wir wollten mit dem
Aufzug auf die Aussichtsplattform in der 124. Etage hochfahren. Der
Andrang ist aber so groß, daß sogar der nächste Tag schon ausgebucht war.
Wir hatten nur die Möglichkeit in 2 Tagen am Samstag um 9 oder 21 Uhr
hochzufahren. So kauften wir die Karten für die erste Fahrt am Samstag.
Durch das viele Herumlaufen u. dem
wenigen Schlaf waren wir körperlich schon ziemlich am Ende. Da wir aber
die spektakuläre Wasser-, Licht- u. Musikshow am See hinter dem
Einkaufszentrum sehen wollten, mußten wir noch bis 19 Uhr durchhalten.
25.112011 - Dubai, Brunch
im Burj Al Arab
Beim Frühstücksbuffet im Hotel
nahmen wir nur eine kleine Stärkung zu uns. Gerhard mußte natürlich auch
die arabischen Speisen probieren, die teilweise wie Erbrochenes aussahen.
Bei der U-Bahn-Station standen wir
vor verschlossenen Türen. Die U-Bahn fährt freitags erst ab 13 Uhr. Der
Taxifahrer, der uns zum Burj Al Arab brachte erklärte uns, daß in den arab.
Ländern der Freitag der europ. Sonntag ist. Also ist heute ein Festtag u.
wir hatten uns schon gewundert wieso der Sonntag bei den Öffnungszeiten
nie angeführt ist; weil er hier ein Wochentag ist.
Das Burj Al Arab, das teuerste
Hotel der Welt u. eines der Wahrzeichen von Dubai, ist ein sehr begehrtes
Fotomotiv. Die normalen Touristen kommen jedoch nur bis zur Brücke, 100 m
vor dem Hotel. Mit unserer Reservierungsnummer für den Brunch durften wir
die Sicherheitskontrollen passieren. Vor dem Hotel öffnet sich schon eine
"andere Welt". Ferraris u. Bentley`s stehen am Parkplatz, mit Chauffeuren
in weißgekleideten, kapitänsähnlichen Uniformen. Den Prunk im Inneren u.
die außergewähnliche Bauweise kann man nur schwer beschreiben. Wenn man
von einer Rolltreppe vom Erdgeschoß ins Foyer gleitet, spritzen auf der
einen Seite 30 m hohe Wasserfontänen aus dem Boden u. auf der anderen
Seite wird man von einem riffähnlichen Aquarium mit den buntesten
tropischen Fischen u. Haien begleitet. Wir sind auf der anderen Seite
gleich wieder hinuntergefahren, weil man gar nicht weiß wo man überall
hinsehen soll. Auf dem Weg in den hinteren Teil des Foyer`s kommt man an
prunkvollen Bars und Boutiquen vorbei. An der kleinen Rezeption am
Panoramalift muß man die Reservierung vorweisen um hochfahren zu dürfen.
Der Lift geht 6 m pro Sekunde in den 27. Stock, gut daß wir schwindelfrei
sind. Wir hätten aber auch innen hochfahren können. Beim Aussteigen wird
man schon mit Namen empfangen. Anschließend führte die Hostess durchs
Restaurant u. erklärte uns das überwältigende Buffet. Ich nahm mir vor,
möglichst alles zu probieren, habe aber nicht einmal die Hälfte geschafft.
Gerhard aß aber zur Vorspeise schon 5 Lobster, Austern u. verschiedensten
Kaviarsorten. Für den Kaviar war ein deutscher Koch zuständig, der sich
freute, daß er einmal in Deutsch die Fische u. die Herkunft der 5
verschiedenen Kaviarsorten erklären konnte. Der Höhepunkt meiner
Hauptspeise war ein Stück von einem australischen Rinderbraten, der bei
Niedrigtemperatur die ganze Nacht gegart wird. So hat es uns der Koch, der
es direkt am Tisch aufgeschnitten u. liebevoll dekoriert hat, erzählt.
Gerhard probierte Riesenshrimps auf die verschiedenste Art zubereitet;
indonesisch, chinesisch, thailändisch, usw. mit Lemonreis. Der Höhepunkt
für Gerhard waren die Nachspeisen, z.B. Mojito-Creme mit Blattgold
garniert. Morgen wird er wie der Goldesel sch.....! Nach 4 1/2 Std. war
uns dann so schlecht, daß wir abgebrochen haben. Es war nicht nur unser
teuerster, sondern auch unser längster Brunch. Vom Restaurant, das im 27.
Stock in der Luft hängt, hat man auch einen wunderbaren Ausblick auf die
künstlich aufgeschüttete Palmeninsel u. die weißen Sandstrände.
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Den Verdauungsspaziergang machten
wir zur "Mall of the Emirates" mit der einzigen Schihalle in der Wüste. In
der auf -2 Grad abgekühlten Halle gibt es 5 Pisten mit verschiedenen
Schwierigkeitsgraden u. einen 4er Sessellift, mit dem aber viele Leute nur
auf- und abfahren. Es ist lustig, die Araber im Kunstschnee beim
Schifahren oder in der Bobbahn zu beobachten.
Zum Abschluß des Tages fuhren wir
noch mit der Metro zur "Ibn Battuta Mall". Diese unterscheidet sich durch
ihre aufwändige Illusionsarchitektur. Man wandert als Besucher durch die
Länder, die der größte arab. Seefahrer auf seinen Reisen im 14. Jhd.
besucht hat (Persien, Indien, China, Ägypten u. sogar Andalusien). Die
Passagen sind im Stil von Dorfstraßen u. großen Plätzen mit Häuserzeilen
im arab. Stil mit Kuppelbauten u. Mosaikmauern gestaltet.
26.11.2011
- Dubai - Die Wüstensafari überlebt!
Zu Hause stehen wir auf wenn wir wach
werden - im Urlaub müssen wir den Wecker stellen; irgendwas läuft falsch!
Um 8,30 h waren wir in der Dubai-Mall, um pünktlich um 9 Uhr mit dem
ersten Lift in den 124. Stock zu fahren. Der sich nach oben verengende 800
m hohe Turm hat 160 Stockwerke und 54 Aufzüge. Er beherbergt Appartements,
Büros, Restaurants und das über einige Stockwerke reichende Armani-Hotel.
Da der Lift innen liegt war die Fahrt nicht sonderlich spektakulär, aber
man merkte die Höhe in den Ohren. Von der Aussichtsplattform hat man eine
grandiose Rundumsicht.
Anschließend fuhren wir noch
schnell mit dem Taxi zum Strand um wenigstens 3 Stunden das 28 Grad warme
arab. Meer zu genießen.
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Für
den späten Nachmittag hatten wir schon über das Internet eine Wüstensafari
gebucht. Wir wurden von einem Araber in seiner typischen Kleidung
(man sieht hier in Dubai nicht viele davon, die meisten tragen europ.
Kleidung) abgeholt. Mit uns im Auto waren noch 3 Philippininnen, die schon
12 Jahre in Dubai arbeiten u. eine Engländerin. Nach kurzer Fahrt der
erste Stopp in der Wüste. Aus den Reifen wird die Luft abgelassen, damit
sie im Sand nicht so tief einsinken. Als 9 Autos von dieser Firma
versammelt standen, ging das Spektakel los. Die 2 Männer hatten mit uns 5
kreischenden Frauen ihren Spaß. Gut, daß wir vorher nicht viel gegessen u.
getrunken hatten. Bei der spektakulären Fahrt über die Dünen u. steilen
Sandkuppen hebt es einem einige Male den Magen aus. Wir waren das 1. Auto
im Konvoi mit einem jungen Fahrer, das sagt schon alles. Bei seinen
Schleuderaktionen spritzte der Sand über das Auto, sodaß er sogar den
Scheibenwischer betätigen mußte. Ich hätte nie gedacht in welche
Schräglage man ein Auto bringen kann ohne daß es umfällt. Den nächsten
Halt machten wir beim Sonnenuntergang, bevor es etwas gemächlicher zu
einem in der Wüste aufgebauten Beduinendorf ging. Ich probierte das
Kamelreiten, Gerhard die Wasserpfeife; das Sandboarding über die Düne
sowie die Henna-Bemalungen ließen wir aus. Nach dem abschließenden
Barbecue ging es wieder zurück zum Hotel.
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T H A I L A N D |
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27.11.2011, Dubai - Bangkok
Die 6 Stunden Flug nach Bangkok waren
Dank der vielen guten Filme sehr kurzweilig. Der Airport-Bus war aufgrund
des Hochwassers nicht in Betrieb. So entschieden wir uns für den neuen
Airport-Expreßzug, der auf einer Hochtrasse in die Stadt fährt. An der
Endstelle teilten wir uns mit einem franz. Pärchen ein Taxi zur Khaosan
Road, dem Traveller Viertel. Die beiden hatten über Internet schon ein
Zimmer im "Happy House" gebucht. Da die Zimmer recht ordentlich und billig
sind (mit Klimaanlage, Bad, WC, umgerechnet € 11,-- für das ganze Zimmer),
blieben wir auch gleich hier.
28.11.2011, Bangkok -
Hitzeschock
35 Grad im Schatten, 50 %
Luftfeuchtigkeit! Gerhard macht die Hitze stark zu schaffen. Wir
verbrachten den halben Tag in klimatisierten Einkaufszentren. Zu
Mittag fanden wir ein Restaurant, in dem man sich die Speisen selbst am
Tisch zubereitet. Auf einem Förderband liefen die rohen Speisen vorbei;
man konnte sich so viele Teller nehmen wie man wollte u. kochte sie vor
sich im heißen Wasser. Beim Hinsetzen bekam man schon die Rechnung, auf
der die Zeit vermerkt war wie lange man speisen durfte (75 min). Auch
Getränke und Desserts waren im Preis enthalten.
Am Bahnhof besorgten wir uns noch die
Tickets für den morgigen Nachtzug nach Chiang Mai.
Auf der Rückfahrt zum Hostel nahmen
wir das Schnellboot am Chao Phraya, das auch viele andere Touristen
benutzten.
Von den Überschwemmungen sieht man
teilweise nur mehr die Sandsäcke. Bis jetzt haben wir noch keine einzige
überschwemmte Straße gesehen.
29.11.2011, Bangkok
Momentan haben wir noch einen
eigenartigen Schlafrhythmus. Wir kommen immer erst nach Mitternacht ins
Bett u. schlafen bis 10 Uhr durch.
Nach dem typischen Thai-Frühstück,
Nudelsuppe mit Rindfleisch besuchten wir ein sogenanntes "Fische-Spa".
Man hält die Füße in ein Wasserbecken, gefüllt mit hunderten hungrigen
Garra-Fischen, die die abgestorbene Haut von den Füßen knabbern u. so die
Blutzirkulation anregen.
Beim Kauf unserer Fährtickets zum
Königspalast verlor Gerhard unseren Thailand-Reiseführer. Wir bemerkten es
leider erst in der Nähe des Königspalastes.
Der Besuch des Königspalastes gehört
zum Pflichtprogramm eines Bangkok-Besuches. Dementsprechend viele
Touristen drängten sich beim Eingang; besonders deutsche Reisegruppen. Es
gibt strenge Bekleidungsvorschriften; man muß Knie u. Schultern bedeckt
haben. Wenn man falsch gekleidet kommt, kann man sich entsprechende Tücher
ausleihen bzw, kaufen.
Mit dem Autobus fuhren wir zum
Vimarnek-Palast. Der König ließ Ende des 19. Jhds. den Prachtbau aus
goldfarbenem Teakholz erbauen, in dem heute ein Museum untergebracht ist.
Als wir uns auf den Weg zurück zu unserem Quartier machten, setzte ein
tropischer Regenguß ein, der zum Glück wieder in einer halben Stunde
vorbei war.
In der Gegend unseres Hostels kann man
in Secondhand-Läden alles kaufen was Reisende zurücklassen oder verkaufen,
daher fanden wir auch gleich im 2. Geschäft eine aktuelle Ausgabe eines
deutschsprachigen Thailand-Reiseführers - Gott sei Dank!
Vom Hostel holten wir unser
deponiertes Gepäck u. machten uns auf zum Bahnhof.
Heute kamen wir mit dem noch teilweise
vorhandenen Hochwasser in Kontakt. In der Nähe des Palastes war eine ganze
Passage eines Kaufhauses überschwemmt. Auch nach dem ersten Kilometer
unserer Bahnfahrt waren die Schienen teilweise unter Wasser. Kilometerlang
waren Sandsäcke entlang der Schienen aufgeschlichtet u. die Straßen
dahinter unter Wasser. Einzelne Autos fuhren durch ca. 50 cm tiefes
Wasser.
30.11.2011, Chiang Mai
Die Zugfahrt war sehr rumpelig. Ich
schlief oben im schmalen Bett u. hatte die meiste Zeit Angst, daß der Zug
entgleist. Gerhard hat im unteren, mehr als 1 m breiten Bett geschlafen
wie ein Murmeltier. Unten hat man angeblich die Erschütterungen nicht so
sehr gespürt. Für die 751 km benötigte der Zug 16 Stunden.
Bei der Ankunft in Chiang Mai wartete
schon die Schleppermafia. Sie versuchen, die Neuankömmlinge zu
überteuerten Preisen ins 3 km entfernte Zentrum zu bringen oder keilen für
bestimmte Gästehäuser.
Chiang Mai, die fünftgrößte Stadt
Thailands ist auffällig gepflegt. Gästehäuser sind hier um die Hälfte
billiger als in Bangkok u. an jeder Ecke zu finden. Gleich das erste
Zimmer, das wir angesehen hatten, haben wir genommen - bei nur € 6,-- kann
man ohne Bedenken zugreifen. Durch die mehr als 2 Std. verspätete Ankunft
war der Tag schon irgendwie vertan. Wir schlenderten ein wenig umher u.
buchten Ausflüge für die nächsten 2 Tage.
Am Abend sahen wir uns noch die Hälfte
von dem riesigen u. bekannten Nachtmarkt an. Aber im Moment können wir
noch keine Souvenirs kaufen, weil wir sie nicht 4 1/2 Wochen
herumschleppen wollen.
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Frühstück |
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1.12. Chiang Mai
- ein unvergesslicher Tag
Der heutige Tag wird uns unser Leben
lang in Erinnerung bleiben; wir besuchten ein Elefanten-Trainingscamp. Mit
einem Minibus wurden wir von unserem Hostel abgeholt. Als unsere Gruppe
komplett war (9 Personen) fuhren wir zu einem Markt und kauften Unmengen
an Bananen, die Lieblingsspeise der Elefanten. Nach ca. 1 Stunde Fahrzeit,
vorbei an einer schönen Landschaft mit Reisfeldern u. durch kleine Dörfer
kamen wir am Rande des Dschungels im Camp an. Hier leben einige Mahouts
(Elefantenführer) mit ihren Elefanten.
Zuerst mußten wir die zur Verfügung
gestellten T-Shirts u. Hosen anziehen u. anschließend die Schulbank
drücken. Der Guide erklärte uns viel Interessantes u. Wissenswertes über
die Tiere, aber vor allem lernten wir die wichtigsten 6 Kommandos um
selbständig mit ihnen arbeiten zu können. Anschließend fütterten wir die
Elefanten mit den mitgebrachten Bananen. Das erste Aufsitzen gelang uns
nur mit Mühe u. vereinten Kräften der Mahouts. Zur Übung ritten wir eine
kleine Runde. Die Angst und Scheu vor den riesigen Tieren hatten wir sehr
schnell verloren.
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| Nach
dem ausgezeichneten u. reichhaltigen Lunch bekamen wir noch einmal
einen Sack Bananen und los ging es Richtung Dschungel. Es war gar
nicht so einfach die Balance zu halten, da es ständig steil berghoch
u. runter ging. Auch wollten die Tiere immer stehen bleiben um etwas
zu fressen. Da sie keinen Magen haben u. alles gleich durch geht,
fressen sie 300 kg am Tag, verteilt auf unzählige kleine Mahlzeiten.
Ich ritt auf einem Weibchen u. ihr Junges lief ständig im Weg herum.
Am Schluß ging es noch hinunter zum Fluß zum Baden; die
Lieblingsbeschäftigung der Elefanten. |
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Sie spritzten mit dem Wasser wild
umher bis wir alle recht naß waren. Am Schluß wälzten sie sich wieder im
Schlamm, um ihre Haut gegen die Sonne u. die Insekten zu schützen. Auch
mit dem Rüssel spritzten sie sich überall den Schlamm auf den Körper,
sodaß wir in Deckung gehen mußten.
2.12. Chiang Mai - "Flight the
Jungle" leicht bewölkt, 29 Grad
In der Früh mußten wir das Zimmer
räumen, da es schon reserviert war. Unser Gepäck deponierten wir an der
Rezeption, da wir in der Früh keine Zeit hatten eine andere Unterkunft zu
suchen. Pünktlich um 8,30 h wurden wir von einem modernen Mini-Bus
abgeholt. Nach 1-stündiger Fahrt erreichten wir ein kleines
Dschungel-Dorf. Die letzten 6 km waren sehr, sehr steil u. kurvenreich.
Das Asphaltband war gerademal so breit wie das Auto. Der Fahrer mußte bei
jeder Kurve hupen, um entgegenkommende Fahrzeuge zu warnen. Ich war froh,
hier nicht mit dem Rad fahren zu müssen!
Am Rande des Dorfes befindet sich die
Station für unser heutiges Abenteuer; fliegen hoch oben in den Baumwipfeln
der Urwaldriesen. Gleich nach der Ankunft mußten wir eine Erklärung
unterschreiben, daß der Veranstalter bei Unfall oder Tod keinerlei Haftung
übernimmt. Anschließend wurde uns ein Klettergurt angelegt und jeder bekam
auch einen Helm u. eine Bremse in Form einer Astgabel. In einer kleinen
Gruppe (9 Personen) mit 2 Guides gingen wir 100 m durch das Dorf u. schon
waren wir auf der 1. Plattform angelangt. Es wurden uns kurz die Regeln
erklärt, vorallem wie man mit der Astgabel bremst. Da es neben dem
Dorf gleich senkrecht runter ging, standen wir auf der 1. Plattform schon
in 20 m Höhe. Die erste Seilrutsche bis zur nächsten Plattform war zum
Üben u. Eingewöhnen noch ziemlich kurz. Wir rutschten im Klettergurt
sitzend u. am Stahlseil über unserem Kopf von einer Plattform zur anderen.
Zwischendurch wurden wir abgeseilt; zum Üben das 1. Mal nur 10 m, dann 25
m u. am Schluß 40 m. Die Guides machten sich einen Spaß daraus, die
ängstlichen in der Gruppe bis kurz vor dem Boden im freien Fall hinunter
rauschen zu lassen! Gerhard haben sie als Einzigen gefragt, ob er es
lieber langsam haben will. Leider sind wir immer die Ältesten in den
Gruppen bei den Abenteuerausflügen. Es ging auch einige Male über
wackelige Hängebrücken in schwindelerregender Höhe. Die längste Fahrt von
einem Baum zum anderen betrug 130 m. Einige Male waren auch 2
Drahtseile nebeneinander gespannt u. man konnte paarweise hinübergleiten.
Im Anschluß erhielten wir alle zur
Erinnerung ein T-Shirt, bevor wir nach einem reichhaltigen Mittagessen
wieder zurück in die Stadt gebracht wurden.
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am "Drahtseil" |
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Plattform - 25 m |
Nach der Rückkehr am späten Nachmittag
hatten wir großes Glück. In der Zwischenzeit war in unserem Hostel ein
Zimmer freigeworden u. so ersparten wir uns die Quartiersuche für unsere
letzte Nacht in Chiang Mai.
Bis zum Dunkelwerden, im Moment kurz
vor 18 Uhr, besuchten wir noch die wichtigsten Tempel der Stadt.
Am Abend ärgerte ich mich dann
gewaltig. Als ich meine Fotos runterladen wollte, war mein Chip kaputt.
Somit habe ich alle Fotos der letzten 3 Tage verloren, daher ist Gerhard
auf den Fotos nicht zu sehen. Gut, daß hier die Geschäfte so lange offen
haben, so konnten wir noch eine neue Speicherkarte besorgen.
3.12. Chiang Mai -
Houay Xai, Laos, bewölkt 27 Grad
In unserem Hostel war in der Früh die Küche
geschlossen u. so mußten wir schnell eine Suppenküche suchen, um
rechtzeitig zur Abholung nach Chiang Khong zurück zu sein. Der Minibus
hatte dann eine halbe Stunde Verspätung; wir dachten schon, daß man uns
vergessen hat. Die Fahrt ging durch wunderschöne, meist hügelige grüne
Landschaft mit vielen Reis-, Zuckerrohr- u. Maisfeldern, vorbei an
Bananenplantagen u. kurze Stücke durch dichtbewachsene Dschungelgebiete.
Mittagspause war dann in einer Cashew-Nußfarm. Es gab allerlei Kostproben,
verschiedene getrocknete Früchte u. natürlich die Nüsse in den
verschiedensten Variationen. Nach 2 Std. Fahrt dann der nächste Stopp -
beim weißen Tempel am Stadtrand von Chiang Rai. Nach 6 Std. waren wir dann
endlich in Chiang Khong, dem nördlichsten Grenzort zu Laos. Wir mußten uns
ein bißchen beeilen, da die Grenze um 6 Uhr schließt. Alle anderen
Mitreisenden von unserem Bus übernachtet noch in Thailand. Nach der
Ausreisekontrolle setzten wir in einer kleinen Fähre auf die
gegenüberliegende Seite des Mekong über.
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Cashew-Nuß (auf der
Unterseite der Frucht) |
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weißer Tempel in Chiang
Rai |
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L A O S |
Das Einreisevisum kostete um 1,-- US-Dollar pro
Person mehr, da Wochenende ist. Auch hatten wir kein Paßfoto für das Visum
mit u. das kostete natürlich wieder zusätzlich. Die Abwicklung ging rasch
u. unbürokratisch von sich. 30 Tage Visum pro Person 36,-- US-Dollar,
Reisepaßkopie wegen dem Paßbild, umgerechnet knapp 1,-- Euro.
300 m vom Zollgebäude entfernt fanden wir
gleich ein günstiges Hostel "Friendship-Guesthouse" - Doppelzimmer mit Bad
u. TV, € 11,--, sogar mit DW-TV in Deutsch. Von unserem Zimmer aus, haben
wir einen schönen Blick auf den Mekong.
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Fähre nach Laos |
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Blick auf den Mekong |
4.12. Houay Xai - Pakbeng, bedeckt 26
Grad, für kurze Zeit Millionär
Hier werden überall auch thail. Baht
angenommen, aber wir haben keine mehr! Die Wechselstuben waren auch
geschlossen u. so mußten wir am Bankomat Geld beheben. Als Höchstsumme
spuckte er 1 Million KIP aus; leider sind das aber nur € 100,--.
Um
7,30 h lief Gerhard schon zum Bootsanleger, um die Karten für die 2-tägige
Mekongfahrt zu besorgen. Er war der Erste u. so bekamen wir Sitzplatz Nr.
1 und Nr. 2, was uns zuerst recht freute. Wir waren auch froh, daß wir bei
der Einreise den Reisebürovertretern, die uns Karten zu überhöhten Preisen
andrehen wollten u. uns Angst machten, daß es nur 1 Boot gibt,
widerstanden haben. Das Boot ist für ca. 80 Personen zugelassen, aber es
wird niemand zurückgelassen. Von einem Nachbarboot wurden kurzerhand Sitze
u. Plastikstühle herbeigeschafft u. ca. 100 Leute auf das Boot gepfercht;
davon nur eine Handvoll Einheimische. Kurz vor 12 Uhr ging es dann endlich
los. Die erste Reihe war zwar von der Aussicht gut, aber den ganzen Tag
dem kühlen Fahrtwind ausgesetzt, war auch nicht so angenehm. Es ging
vorbei an kleinen Dörfern mit Ufergärten, Wasserbüffel, planschenden
Kindern sowie Fischer, die ihre Netze auswarfen. Zeitweise schlängelte
sich der Fluß durch tropische Wälder. Immer wieder ragten aus dem Fluß
imposante Felsen empor u. der Bootsführer hatte mit den Stromschnellen
stark zu kämpfen, sodaß er oft bedrohlich nahe an den Felsen vorbeifuhr.
Ein paar Mal legten wir an, um 1 oder 2 Personen aussteigen zu lassen. Bei
dieser Gelegenheit stürmten Kinderscharen aufs Boot um Snacks zu
verkaufen. Als es schon dunkel war, erreichten wir viel zu spät Pakbeng.
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typ. Mekongboot |
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unser Boot von innen |
Hier
mußten wir übernachten, weil das Boot aufgrund der unzähligen
Stromschnellen in der Nacht nicht fahren kann. Das Anlegemanöver in der
Nacht war sehr aufregend u. gelang nur mit Hilfe zahlreicher Leute am
Ufer. Wir wurden vor dem Aussteigen schon gewarnt, daß wir beim Entladen
des Gepäcks aufpassen sollen, da viele Kinder es gleich an sich reißen u.
gelegentlich auch damit verschwinden. Gerhard ließ mich auch noch im Stich
u. lief davon um eine Unterkunft zu suchen. Ich schaffte es schließlich
doch, über die steile, fast nicht befestigte Uferböschung, mit beiden
Rucksäcken hochzuklettern. Dafür wurde ich aber mit einem schönen
Zimmer (Dokkhoune Guesthouse - € 7,50) mit Blick auf den Mekong belohnt.
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Mitreisende Einheimische
mit Papagei |
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Snackverkäuferin |
5.12. Pakbeng - Luang Prabang, ab Mittag sonnig, 26 Grad,
Pakbeng, auf halber Strecke unserer Mekong-Fahrt, ist ein kleines Nest. Es
dient den Mekong-Touristen lediglich als Übernachtsstopp. Die Menschen
führen ein Leben in zwei Schichten. Abends u. morgens versorgen sie die
Touristen mit allem Nötigen u. nachdem alle Besucher abgereist sind,
kehren sie zu ihren traditionellen Tätigkeiten zurück. Die Fahrt, in einem
heute etwas größeren Boot, verlief wie am Vortag; insgesamt fuhren wir 180
km am Mekong.
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| Guesthouse
in Pakbeng |
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Blick aus
dem Zimmer |
Am
frühen Abend erreichten wir Luang Prabang. Die Stadt, mit ihren vielen
alten u. schön restaurierten Tempeln, wurde von der UNESCO zum
Weltkulturerbe erklärt. Die alte Stadt liegt auf einer Halbinsel. Man
sieht noch viele Überbleibsel aus der ehemals französischen Kolonnie, z.B.
gibt es überall frisches Baguette u. es wird im Gegensatz zu Thailand
rechts gefahren. Hier wimmelt es von Touristen wie in Bangkok.
Souvenirshops, Reisebüros u. Restaurants reihen sich dicht nebeneinander.
Überall gibt es auch europ. Küche. Die Rucksacktouristen treffen sich am
Nachtmarkt, um an Essensständen die vielfältige laotische Küche zu
probieren.
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Sonnenuntergang am Mekong |
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Buffetstand: 1 Teller = €
1,-- |
6.12. Luang Prabang, ab Mittag sonnig, 31 Grad
Gerhard ist schon um 5,45 Uhr aufgestanden. Er wollte sich unbedingt die
Zeremonie der orange gekleideten Mönche, die in einer Reihe die Straße
entlanggehen u. schweigend Essensgaben von Gläubigen in Empfang nehmen,
ansehen. Der Almosengang ist zu einem richtigen Touristenspektakel
verkommen. Anscheinend werden alle Touristen der Stadt in diese Straße
gebracht, um dem Spektakel beizuwohnen.
Anschließend kam er mich wecken u. war sauer weil ich nicht mitgegangen
war. Am Morgenmarkt entdeckten wir einige exotische Gemüsesorten u. viele
eßbare Dinge, die wir nicht zuordnen konnten. Wir blieben lieber bei
unserer täglichen Suppe zum Frühstück.
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Almosengang |
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Morgen-Markt |
Als
gegen 11 Uhr die Sonne herauskam, wurde es mit einem Schlag unerträglich
heiß, sodaß wir uns entschlossen, eine kurze Mittagspause einzulegen.
In
dieser Stadt reiht sich ein Tempel an den anderen. Die wichtigsten u.
größten sind restauriert und bei denen bezahlt man auch Eintritt. Andere
wiederum, die auch ihren Reiz haben, sind kostenlos zugänglich. Den
Sonnenuntergang verfolgten wir mit vielen anderen, von einem auf dem
höchsten Hügel der Stadt gelegenen Tempel.
Am
Nachtmarkt probierten wir die verschiedenen laotischen Grillwürste. Die
gegrillten Frösche lehnten wir dankend ab; jedoch bei den unbekannten
Süßspeisen sagten wir nicht nein.
7.12. Luang Prabang - Vang Vieng, Wetter wie jeden Tag am Fluß; in der
Früh Hochnebel u. ab 11 Uhr brütende Hitze, 30 Grad
Diesmal wurde ich von Gerhard genötigt um 6 Uhr aufzustehen, damit ich
auch den Almosengang der Mönche ansehe. Riesige Reisegruppen werden mit
Tuk Tuks angekarrt. Es sind schon die Plätze für sie reserviert u.
vorbereitet. Die Frauen müssen sich hinknien oder dürfen auch sitzen u.
den Männern ist auch Stehen erlaubt. Die Gaben wurden von den
Verkäuferinnen auf den Plätzen schon vorher vorbereitet. Noch schnell ein
Tuch um den Oberkörper gebunden u. schon beginnt das Spektakel.
Am
Morgenmarkt entdeckten wir "interessante" Speisen. Gegrillte Bambusratten,
lebende u. gegrillte Frösche, Maden u. alles was kriecht u. fleucht.
Obwohl Gerhard gerne ausgefallene Speisen probiert, konnte ich ihn für
halbausgebrütete Hühnereier, doch nicht überreden.
Ich
wäre ja schon gerne in der Früh weiter gefahren, doch Gerhard mußte noch
unbedingt das Palast-Museum besichtigen, das am Vortag geschlossen hatte.
Und so ließen wir uns erst um 13,30 h von einem Mini-Van abholen, um nach
Vang Vieng zu fahren.
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| gegrillte
Bambusratten |
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Maden |
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| lebende
Frösche |
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Die
Straße nach Vang Vieng zählt landschaftlich angeblich zu den schönsten des
Landes. Sie schlängelt sich über mehrere Pässe an knapp 2.000 m hohen
Bergmassiven vorbei. Der Zustand der Straße war teilweise sehr schlecht u.
es war so gut wie nie flach. Für die knapp 230 km brauchten wir 5 1/2
Stunden; das sagt schon alles. Zum ersten Mal sahen wir das "wahre" Laos.
Es ging durch einige laotische Dörfer; die meisten Häuser aus Bambusmatten
ohne Strom u. ohne Wasser. An der einzigen Quelle am Dorfrand traf sich
meist das halbe Dorf, um Körperhygiene zu machen. Immer wieder sahen wir
auch mit Maschinenpistolen patroullierende Soldaten u. Zivilisten. Früher
ist es öfters zu Überfällen auf Reisebusse gekommen, wo es sogar Tote gab.
Heute sahen wir auch 3 x Radreisende, die sich noch kurz vorm Dunkelwerden
in der Wildnis befanden, wo es weit u. breit keine Unterkunftsmöglichkeit
gibt. Leider fuhren wir die letzten 2 Stunden in der Dunkelheit u. sahen
in den Dörfern nur mehr die Feuer vor den Hütten. 3 km außerhalb der Stadt
wurden wir am Busbahnhof ausgeladen. Wir entschlossen uns mit allen
Mitreisenden, insgesamt waren wir 9 Personen, ein "Songtheos" (umgebauter
Klein-LKW mit Sitzbänken rechts u. links der Ladefläche) ins Zentrum zu
nehmen. Das erste Guesthouse sah recht ordentlich aus u. so beschlossen
wir zu bleiben.
8.12. Vang Vieng, sonnig 31 Grad
Vang
Vieng, das kleine Dorf, das eingebettet zwischen Karstkegeln liegt, ist
ein Anziehungspunkt für junge Leute u. fixer Bestandteil ihrer
Südostasien-Reise. Hier wird fast rund um die Uhr Party gefeiert. Die
Hauptattraktion ist "Tubing". Im LKW-Schlauch läßt man sich auf dem Nam
Xong, von Bar zu Bar treiben. Wer vorbei zu treiben droht, wird mit einem
Seil aus dem Wasser gefischt. Dazu extrem laute Musik aus den
Lautsprechern. Spätestens ab Mittag sind die junge Leute betrunken.
Gerhard mußte natürlich dabei sein!
Wir
hatten aber in der Früh nirgends die LKW-Schläuche gesehen u. so
überredete ich ihn zu einem Tagesausflug. Endlich hatte ich einmal einen
Ruhetag u. konnte mich entspannen.
Er
schloß sich einer 10-köpfigen Gruppe an. Mit einem Pickup wurden sie
16 km flußaufwärts gebracht. Zu Fuß ging es dann über Reisfelder u. durch
ein Dorf bis zum Einstieg zu einer Höhle. Auf den LKW-Schläuchen
hantelten sie sich an einem Seil, mit Stirnlampen ausgerüstet, in die
Höhle; die Erforschung dauerte eine gute Stunde. Anschließend gab es
leckeres Mittagessen. Danach wurde ein Höhlentempel besucht. Aufgrund des
niedrigen Wasserstandes im Fluß wurden sie mit dem Pickup ein Stück zurück
gebracht, bevor sie dann mit Kajak`s 10 km den Fluß bis zur Stadt hinunter
paddelten. Sie machten an einer Partyinsel 2 Stunden Pause u. beobachteten
von der Höngematte aus, das Treiben am Fluß. Gerhard war von der schönen
Landschaft ganz begeistert u. würde die Tour am liebsten gleich nocheinmal
machen.
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Lunch am Bananenblatt |
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9.12. Vang Vieng - Vientiane, bedeckt 28 Grad
Als
der Wecker um 5,50 Uhr läutete, goß es in Strömen. Wie kommen wir nun in
der Dunkelheit die 3 km zum Busbahnhof? - Wir hatten Glück! Genau als wir
vor die Türe traten hatte der Regen aufgehört u. ein Tuk-Tuk kam gerade
vorbei. Nach 500 m, als wir auf die Hauptstraße kamen, fragte uns der
Fahrer, wo unser nächstes Ziel sei. Es kam nämlich gerade der Bus nach
Vientiane entgegen u. er hielt ihn kurzentschlossen für uns auf. Wir waren
ihm sehr dankbar, da wir dadurch 1 Stunde Zeit eingespart hatten u. im 6
Uhr Bus saßen. Die gesamten 170 km fuhr der klapprige Bus mit offener Tür.
Aufgrund der schlechten Straße staubte es so stark herein, sodaß die
zusteigenden Fahrgäste immer ihre Sitzbänke vor dem Hinsetzen reinigen
mußten. Auch bei der Ankunft in Vientiane hatten wir Glück. Da wir im
Stadtplan unseres Reiseführers die Fahrtroute mitverfolgten, baten wir den
Fahrer, uns schon 2 km vor dem Busbahnhof aussteigen zu lassen. So
brauchten wir nur mehr 100 m bis zum nächsten Guesthouse zu gehen. Die
ersten 2 waren etwas heruntergekommen, aber das 3. war dann umso schöner.
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Innenansicht öffentl. Bus |
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Siegestor, erinnert an
franz. Triumpfbogen |
Am
Weg zum Quartier sahen wir ein schönes Restaurant mit "all you can eat" -
Buffet. Da wir noch nichts gefrühstückt hatten, kam es für uns genau
richtig. Wir kosteten uns durch die ganzen laotischen Spezialitäten, bis
um 13 Uhr die Tempel u. Museen nach der Mittagspause wieder öffneten.
Vientiane ist die Hauptstadt von Laos. Im
Zentrum gibt es viele Villen, eine Hinterlassenschaft der französ.
Kolonialmacht, aber auch schöne Kaffee`s mit leckeren Baguettes u.
Croissants. Auch die Straßennamen sind zum Teil französisch. Wir
besichtigten nur die wichtigsten Tempel; schön langsam haben wir von den
Tempeln schon genug. Am Abend bummelten wir noch am Mekong entlang u.
waren enttäuscht, daß er so wenig Wasser führt.
10.12. Vientiane - Savannakhet, sonnig 25 Grad
Schon wieder um 4,45 Uhr Tagwache! In der Dunkelheit marschierten wir zum
Zentral-Busterminal, um mit dem Bus um 5,30 h zum südlichen Busterminal,
der 9 km entfernt ist, zu fahren. Leider hat der Fahrplan nicht gestimmt
u. der erste Bus ging erst um 6 Uhr. Wir saßen im Bus mitten unter
Marktfrauen mit ihrem ganzen Gemüse, Obst, Fischen, usw. Am südlichen
Busbahnhof wollten wir die Fahrkarten nach Pakxe, in Südlaos, zu kaufen.
Doch diese Busse fahren nur in der Nacht, so entschieden wir uns
kurzfristig, Tickets nur bis Savannakhet in Zentrallaos, zu kaufen. Bis
zur Abfahrt des Busses hatten wir noch 30 Minuten Zeit u. so ging sich
auch noch ein Suppenfrühstück aus u. wir konnten uns auch noch mit
Baguettes für die Reise eindecken.
Der
Bus war am Dach vollgepackt mit LKW-Reifen u. für die 468 km brauchten wir
9 1/2 Stunden. Die Straßen waren diesmal gar nicht so schlecht, aber der
Bus hielt ständig an, um Fahrgäste mit viel Gepäck (auch mit lebenden
Hühnern) aus- und einsteigen zu lassen. Wir waren die einzigen 2 Touristen
im Bus. Von Vientiane nach Pakxe fahren anscheinend alle Traveller in den
klimatisierten Schlaf-Nachtbussen. Nach 3 Stunden stoppte der Bus
plötzlich in der Landschaft u. die Mitreisenden erklärten uns, daß hier
Pipi-Stopp ist. Nach weiteren 3 Stunden gab es einen 30-minütigen Halt auf
einem Busbahnhof. Es wurden interessante Snacks angeboten: getrocknete
Büffelhaut, getrocknete Fische, gegrillte Vögel, aber nichts was nach
unserem Geschmack war!
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Baguettes - franz. Hinterlassenschaft |
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Pipi-Stopp |
Zentral-Laos wird von Touristen wenig besucht. Es gibt kaum
Sehenswürdigkeiten, aber dafür einige interessante Nationalparks u.
Naturschutzgebiete. Die fruchtbare Mekongebene wird von verschiedenen
ethnischen Bevölkerungsgruppen bewohnt. Zeitweise fühlten wir uns nach
Indien versetzt; immer wieder Kühe u. Hunde auf der Straße, sodaß der
Fahrer dauernd hupen mußte. Auch am Straßenrand war es sehr schmutzig, was
bisher in den Touristenstädten nicht der Fall war. Die abzweigenden
Straßen sind alle ohne Asphalt.
Savannakhet (110.000 Ew.) liegt direkt am Mekong u. ist mit einer Brücke
mit Thailand verbunden u. besitzt keine außergewöhnlichen
Sehenswürdigkeiten, außer ein paar Kolonialbauten aus der Zeit der franz.
Besatzung. Die Franzosen haben versucht, die Leute zu missionieren u. so
gibt es hier auch eine katholische Kirche, die erste die wir in Laos
gesehen haben.
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getrocknete Büffelhaut |
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Das
Zimmer im "Leena Guesthouse" war heute besonders günstig; DZ knapp € 4,--
inkl. gratis WIFI u. Kaffee am Morgen.
11.12. Savannakhet - Pakxe, snnig, o26 Grad, 262 km, 6 1/2 Std.
Die
heutige Bustour war sehr abenteuerlich. Kurz nach Verlassen des
Busbahnhofes fuhren wir an einem Geschäft vorbei, wo ca. 20 Stück 50 kg
Säcke eingeladen wurden; unter anderem wurde der ganze Gang im Bus
gefüllt. 2 km weiter holten wir einen Brief ab. Immer wieder stiegen Leute
zu, die viel Gepäck hatten u. wir kamen nicht wirklich voran. Wie bei
allen öffentlichen Bussen ist immer die Türe offen u. es staubt so sehr
herein, daß der Chauffeur u. die Fahrgäste in den ersten Reihen mit
Mundschutz im Bus saßen. Bei jedem Halt in den Dörfern wurde der Bus von
Verkäuferinnen gestürmt. Das ging aber nur so lange, bis der Bus
hoffnungslos überfüllt war, sodaß die Leute auf den Säcken am Gang sitzen
mußten. Der Schaffner turnte wie ein Affe über die Sitzlehnen nach
rückwärts. Es gab auch einige Male Stopps um an den Straßenständen
einzukaufen. Bei den Melonenbauern kaufte der halbe Bus Melonen ein, die
dann unter den Sitzen deponiert wurden. Sobald der Bus bremste, mußten wir
schnell die Füße heben, sonst donnerten uns die Melonen immer auf die
Achillessehne. Das kleine Kind hinter uns mußte des öfteren Brechen u.
auch das rann am Boden von rückwärts nach vor.
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| Chauffeur
mit Staubmaske |
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randvoll
gefüllter Bus |
Auch
heute sahen wir, wie jeden Tag, einige Radreisende. Gerhard blutet jedes
Mal das Herz, aber ich bin froh, daß ich im Bus sitze (trotz dieser
Umstände). Heute hätten wir nämlich den ganzen Tag starken Gegenwind
gehabt!
Die
Busstation in Pakxe liegt 8 km außerhalb des Zentrums. Der Tuk-Tuk-Fahrer
wollte zuerst doppelt soviel kassieren wie wir für die 6 1/2 Std. Busfahrt
bezahlt hatten. Nach zähen Verhandlungen gab er dann doch klein bei u.
transportierte uns zum Preis der im Reiseführer steht. Wenn wir in eine
Stadt kommen, ist es am Anfang immer ein wenig schwierig, da die meisten
Laoten kein Englisch sprechen, aber freundlich sein möchten u. dich dann
in irgendeine Richtung schicken, bevor sie sagen, daß sie nichts
verstehen.
Pakxe liegt in Süd-Laos u. ist die drittgrößte Stadt des Landes. Da heute
Sonntag ist, war in der Stadt nicht viel los. Wir besichtigten nur einen
Tempel u. setzten uns dann in ein franz. Cafè. Auch die Preise waren im
Verhältnis wie in Frankreich! Wir bezahlten mehr als das Zimmer heute
gekostet hat. Den Tag ließen wir mit einem gegrillten Telapia beim
Sonnenuntergang am Mekongufer ausklingen.
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ein wenig Erholung beim
Gegenwind |
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Jade-Buddha |
12.12. Pakxe - Tad Lo, sonnig, 28 Grad
Wir
haben bei unserer Reise nur eine grobe Richtung vorgeplant. Am Abend
schauen wir dann immer im Reiseführer, wohin wir am nächsten Tag fahren
werden u. was wir uns ansehen möchten. Gestern Abend haben wir uns
entschlossen, eine 2-tägige Motorrad-Tour auf das Bolaven-Plateau zu
unternehmen. In der Früh mieteten wir uns bei unserem Hotel eine Suzuki
mit 110 ccm. Wir packten einen kleinen Rucksack u. los ging es.
Auf
dem fruchtbaren Hochland mit Bananen-, Kautschuk-, Kaffeeplantagen, leben
einige ethnische Bevölkerungsgruppen u. es gibt auch schöne Wasserfälle zu
sehen. Den ersten Wasserfall fanden wir nicht auf Anhieb. Wir sind zu früh
auf eine rote Sandpiste abgebogen u. die Hinweisschilder, die nur in
laotischer Schrift waren, konnten wir natürlich nicht entziffern. Als aber
der Weg immer schmäler wurde u. durch umgefallene Bambusstämme versperrt
war, drehten wir um. Ein Stück weiter an der Hauptstraße war er aber dann
gut ausgeschildert. Am Parkplatz standen schon 3 große Reisebusse mit
Thailändern u. Japanern, die beim angeschlossenen Dorf beim Fotografieren
immer im Weg standen. Der Wasserfall hat aber den Abstecher von der
Hauptstraße wirklich gelohnt.
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Tad Pha Souam -
Wasserfall |
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Halt bei einer
Bananenplantage |
Auch
heute sahen wir einige Radreisende. Bei einem Obststand kamen wir mit 2
Holländern ins Gespräch. Sie hatten ein super Roadbook, wo die Radetappen
genau beschrieben u. auch alle Übernachtungsmöglichkeiten verzeichnet
waren (gekauft in Holland). Sie fahren jeden Tag zwischen 70 und 100
Kilometer. Die Frau mit Flip-Flops und Kleid!
Bevor wir in unser Übernachtungsdorf kamen, besichtigten wir noch einen
Wasserfall von oben. Auf dem Plateau hatten wir eine wunderschöne Aussicht
auf das Tal. Überall wo wir anhielten, strömten die Kinder herbei u.
bettelten um Kugelschreiber oder Süßigkeiten. Sie sind aber nicht
aufdringlich u. freuen sich wenn sie fotografiert werden.
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Nachdem wir uns in einem kleinen Dorf, das an 3 Wasserfällen liegt, ein
Zimmer genommen hatten, wanderten wir durch den Wald flußaufwärts um die
Fälle zu besuchen. Die ersten 2 waren noch schön ausgeschildert u. leicht
zu finden. Dann kamen wir in ein Dorf mit Pfahlbauten; die Bewohner sind
Mon-Khmer u. leben von der Landwirtschaft. Schweine, Hühner, Kühe, alles
läuft frei herum u. die Bewohner hockten teilweise vor ihren Hütten am
Boden u. öffneten die verschiedensten Früchte, um sie zum Trocknen
aufzulegen. Aber auch 5 - 10 cm kleine, gehäutete Frösche, lagen zum
Trocknen in der Sonne. Großes Gelächter brach aus, als wir diese
fotografierten. Aus diesem Dorf fanden wir aber nicht mehr den richtigen
Pfad, um weiter dem Fluß zu folgen. Nachdem wir 20 Minuten einen Weg durch
Bambuswälder gelaufen sind, endete dieser im Nichts u. wir mußten
umkehren. Zurück bei unserem Quartier schwangen wir uns wieder aufs
Motorrad u. fuhren ins nächste Dorf, von dem der Weg zum Wasserfall
ausgeschildert war. Während Gerhard auf Besichtigungstour ging, paßte ich
aufs Motorrad auf. Was auch gut so war, denn die Kinder wollten dieses
gleich als Kletterturm benutzen.
Am
Rückweg schauten wir noch bei einem Resort vorbei, wo es Elefanten gibt.
Auf meine Frage, wann die Elefanten im Fluß gebadet werden, setzten sich
die Mahouts gleich auf ihre Rücken u. wir hatten eine Sondervorführung. Da
es keine Straßenbeleuchtung gibt, waren wir bereits um 18,45 h im Bett;
was für mich gar nicht schlecht ist, weil ich seit 2 Tagen leicht verkühlt
bin.
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Dorf-Schamane |
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13.12. Tad Lo - Pakxe, 120 km, bewölkt,
26 Grad
Auf dem Plateau (1.500 m) war es heute Früh
ziemlich kalt. Wir waren froh, daß wir unsere warmen, winddichten Jacken
(die wir zu Hause auf der Fahrt vom Flughafen nach Hause benötigen) mit
hatten. Bei den 17 Grad liefen die Einheimischen mit Handschuhen herum;
andere standen bis zu den Hüften im Fluß u. machten Morgentoilette. Der
erste Teil der Fahrt führte uns durch einige kleine Bauerndörfer bis wir
in die Kaffeegegend kamen. Vor den Häusern u. am Straßenrand lagen die
Kaffeebohnen zum Trocknen auf.
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| Kaffeebohnen
am Strauch |
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Kaffeebohnen
zum Trocknen ausgelegt |
Beim ersten Wasserfall, den wir heute
besichtigten, setzten wir uns in ein Cafè u. probierten die Sorte "Arabica"
aus dieser Region. Es war der beste Kaffe, den ich bisher in Laos
getrunken habe! Bei einigen Wasserfällen bezahlt man Eintritt. Es ist
dafür die Zufahrt asphaltiert, es gibt ein Restaurant,
Nächtigungsmöglichkeiten u. der Zugang ist mit betonierten Stufen
erreichbar. Zu diesen Wasserfällen kommen daher auch viele Reisebusse.
Gestern hatten wir gar nicht bemerkt, daß wir auf 1.500 m gekommen sind.
Auf der Hochebene ist es auch ziemlich flach u. man kann es gar nicht
glauben, daß es so viele Wasserfälle gibt. Einer hat uns ganz besonders
fasziniert. Er war nicht nur der höchste u. schönste, sondern ist auch
paradiesisch gelegen. Links u. rechts mit Farnen umgeben u. man hat sich
gefühlt wie im Regenwald.
Am Stadtrand von Pakxe schauten wir noch am
Markt vorbei, um uns für den morgigen Tag mit Obst einzudecken. In der
Markthalle hat es furchtbar gestunken u. wir sahen auch gleich warum. Aus
riesigen Fässern wurde die hier sehr beliebte Fischsoße verkauft
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Fischsoße - riecht wie es
aussieht |
Nachdem wir das Motorrad heil zurück gebracht
hatten, wechselten wir in das Hotel gleich nebenan, da es dort WIFI im
Zimmer gibt.
14.12. Pakxe - Don Det, 155 km, bis
Mittag bewölkt, dann sonnig u. heiß, 30 Grad
Mit viel Mühe habe ich Gerhard überredet, heute
weiter zu fahren. Er hätte gerne noch eine 2-tägige Dschungeltour gemacht.
Mit Schlafen in einem Baumhaus in schwindelerregender Höhe, auf Ziplines
in den Baumwipfeln durch den Urwald gleiten u. entlang an einem
Wasserfall, Klettersteig auf einer senkrechten Felswand, 100 m abseilen,
Trekking, usw. Das muß ich in meinem Alter nicht mehr haben.
Der klimatisierte Mini-Van holte uns direkt vom
Hostel ab u. brachte uns zum Fähranleger am Mekong. Am Anleger merkten
wir, daß wir nicht auf die von uns gewünschte Insel gebracht werden. Da es
in diesem Naturparadies, mitten im Mekong, 4.000 Inseln gibt, wird es
schon nicht so schlimm sein, da alle anderen aus dem Bus auch auf diese
Insel gebracht wurden.
Don Det ist ein kleines Eiland mit 2,5 km Länge
u. mit einer Brücke mit der Nachbarinsel Don Khon verbunden, auf die wir
eigentlich wollten. Wir suchten uns gleich beim Fähranleger ein Zimmer,
damit wir nicht mit dem Gepäck in der Hitze auf den staubigen Sandstraßen
herumlaufen mußten. Trotzdem trieb mich Gerhard gleich auf die
Nachbarinsel, da man dort dein kleineren der 2 Wasserfälle besichtigen
kann, die den Mekong von China bis zum Meer unschiffbar machen. Bei den
Wasserfällen war es wieder sehr touristisch; ein Souvenirstand nach dem
anderen, aber es gab auch Snacks zu kaufen, z.B. winzige, kleine gegrillte
Frösche. Außerdem gab es an einem Stand auch "laotische Socken". Da die
meisten Leute hier Flip Flops tragen, gibt es dafür die nötigen Strümpfe
(siehe Foto).
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| gegrillte
Frösche u. Mekong-Fische |
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Laos-Socken |
Bei der 8 km langen Wanderung durch die
abgeernteten Reisfelder bekam ich einen
leichten Sonnenbrand, dafür schmeckte aber das Bier Lao nachher umso besser.
Wir sind froh, daß wir auf diese Insel gebracht
wurden, weil auf Don Khon die Unterkünfte von außen viel bescheidener
aussehen u. nichts los ist.
15.12. Don Det, sonnig, 30 Grad,
Kajak-Ausflug auf dem Mekong zu den 4.000 Inseln
Die gebuchte Tour startete um 8,30 h in einem
Restaurant mit dem Frühstück. Anschließend bekamen wir Schwimmwesten,
einen Helm, einen wasserdichten Beutel u. eine Einweisung. Insgesamt waren
wir 14 Gäste mit 3 Guides. Unter den Gästen waren auch 2 Südkoreanerinnen,
die sich besonders ungeschickt anstellten. Wir mußten ständig auf sie
warten. Den Guides wurde es aber bald zu dumm. Zuerst nahmen sie den 2-er
Kajak ins Schlepptau. Als auch das nichts half, stieg ein Guide zu ihnen
ins Boot; er paddelte u. sie schauten in die Landschaft, die wirklich
ausgesprochen schön ist. Da durch die vielen Inseln der Fluß nicht so
breit ist, fließt er gelegentlich sehr gemächlich. Zeitweise kommt man in
Stromschnellen u. da wird es etwas ruppig.
Unseren 1. Stopp machten wir am Tempel u.
marschierten durch den Bambuswald zum Wasserfall, den wir gestern schon
gesehen hatten. In der Zwischenzeit wurden unsere Kajaks unterhalb des
Wasserfalls an einen Strand gebracht.
Heute konnte Gerhard nicht widerstehen u.
kaufte sich einen Snack - 5 kleine gegrillte Frösche - € 0,20. Ich habe
auch einen probiert - sie haben gar nicht so schlecht geschmeckt.
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Frosch-Snack |
Vom Wasserfall wanderten wir zum Strand, um
wieder in die Kajaks einzusteigen. Im Fischernetz daneben hatten sich 2
große Schlangen verfangen. Das Schwimmen im Mekong werde ich doch lieber
auslassen. Hier, kurz nach dem Wasserfall, waren die Strömung u. die
Stromschnellen nicht ohne. Prompt kenterte auch ein Mädchen u. es dauerte
ewig bis sie die Guide eingeholt hatten u. ihr helfen konnten. Sie hat
aber alles richtig gemacht; mit einer Hand das Kajak festgehalten u. mit
der anderen das Paddel. Ich hätte in der Panik sicher nicht so reagiert. Das erste Stück hatte ich ganz schön Angst. Zu
Mittag legten wir an einem Strand auf kambodschanischen Boden an u.
bekamen ein Lunch-Paket. Schon vom Strand konnte man die seltenen Irrawaddy-Delphine sehen. Diese werden 2 - 2,70 m lang u. unterscheiden
sich von den herkömmlichen Delphine durch ihre runde Kopfform, ohne
Schnabel. Nach dem Mittagessen paddelten wir in die Flußmitte, um die
Delphine zu beobachten. Zum fotografieren war unsere Kamera leider nicht
geeignet. Eine Kanadierin war die Einzige, die ein wirklich tolles Foto
schaffte. Die nächste Pause machten wir zum Schwimmen, bevor es wieder
einige Kilometer stromabwärts ging.
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schwimmen im Mekong |
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größter Mekong-Wasserfall |
Mir tat schon alles weh u. ich war froh, daß im
Dorf schon ein kleiner LKW auf uns wartete. Nachdem alles verladen war,
fuhren wir zum größten Wasserfall. Von da ging es mit dem LKW weiter, bis
auf Höhe unserer Insel. Die letzten Kilometer zum Sonnenuntergang legten
wir dann wieder mit dem Kajak zurück. Es war ein wunderschöner Tag durch
eine beeindruckende Flußlandschaft. Trotzdem war ich froh, wieder zurück
zu sein, da das Paddeln für uns doch eine ungewohnte Betätigung war.
16.12. Don Det - Kampong Cham, sonnig,
30 Grad
Sabai dii, ein letztes Mal Hallo in Laos.
Dieses Wort hörten wir jeden Tag sehr oft. Die Laoten sind ein sehr
freundliches, hilfsbereites u. ehrliches Volk. Streß ist hier ein
Fremdwort. Es läuft alles ruhig u. gemächlich sowie ohne Hektik und es
funktionert. Es fällt uns schwer dieses schöne Land zu verlassen.
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K A M B O D S C H A
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Wir hatten schon zusammen mit unserer
Kajak-Tour die Fähre u. den Bus nach Kampong Cham gebucht. Um 8 Uhr
sollten wir am Fähranleger sein, bis aber alles klar war u. wir ablegen
konnten war es schon 1/2 9 Uhr. Am Festland angekommen, wurden wir in eine
Holzbaracke geleitet, um dort schon das Visum für Kambodscha auszufüllen.
Auch 30,-- Dollar waren sofort zu bezahlen. Nach einer weiteren Stunde kam
ein großer, klimatisierter Reisebus. Da durfte aber nur der Teil der
Traveller einsteigen, die bis Phnom Penh gebucht hatten. Wir mußten
weitere 20 Minuten warten bis wir mit einem Kleinbus zur Grenze gebracht
wurden. Ein Begleiter hatte alle unsere Pässe u. schickte uns zum Warten
schon mal auf die kambodschanische Seite. Unterwegs mußten wir eine
Quarantäne-Station passieren. Jedem wurde eine Art Laserpistole an die
Stirn gehalten, was zu großem Gelächter führte. Ein Zöllner sagte dann
noch zum Spaß "Hände hoch"! Wahrscheinlich wurde uns mit diesem Gerät
Fieber gemessen, sonst haben wir keine Erklärung dafür. Auf der
kambodschanischen Seite warteten bereits 2 Busse, auf welche die Leute
verteilt wurden. Wir und 8 andere mußten warten u. man sagte uns, unser
Bus würde gleich kommen. Unsere Mitreisenden und auch wir waren alle
ein bißchen planlos.
Nachdem wir alle unsere Pässe mit dem Visum
zurück hatten, war Gerhard erstmals heilfroh. Man brauchte nämlich für das
Visum ein Paßbild, aber er hatte keines mit. Da man hier nicht so leicht
einen Fotografen findet, hat er sich schon ein paar Tage vorher den
Reisepass fotokopieren lassen u. das Foto ausgeschnitten. Bald darauf kam
wieder ein Kleinbus, der noch mit 2 Personen überladen wurde. Wir waren
etwas sauer, da uns beim Buchen ein klimatisierter Reisebus mit Toilette,
versprochen wurde. In der 1. Stadt in Kambodscha, in Stung Treng, mußten
wir in der Wildnis alle aussteigen. Der Fahrer erklärte uns, daß hier die
Busstation sei u. es würde bald ein Bus kommen. Keiner wollte es so
richtig glauben. Aber nach kurzer Wartezeit kam tatsächlich der
versprochene Bus u. zwar derselbe, der die 1. Fahrgäste schon am
Fähranleger aufgenommen hatte. Es saßen nämlich die Mädels aus unserem
Quartier drinnen u. auch die anderen die mit uns auf der Fähre waren.
Welche Logik da dahinter steckte konnten wir nicht verstehen.
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| unser
Reisebus |
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gegrillte
Schlangen am Nachtmarkt |
Um 15 Uhr machte der Bus einen Mittagsstopp.
Wir hatten vorher noch keine Möglichkeit US-Dollar in Riel zu wechseln.
Das ist aber in diesem Land kein Problem; der Dollar wird überall
angenommen. Das Hotel u. das Abendessen im Restaurant konnte man nur mit
Dollar bezahlen. Auch aus den Geldautomaten kommen hier in diesem Land nur
Dollarnoten.
Kurz vor 18 Uhr u. 2 interessanten Filmen im
Bus waren wir dann endlich an unserem Tagesziel angelangt. Außer uns stieg
nur ein Pärchen aus, alle anderen fuhren weiter nach Phnom Penh.
17.12. Kampong Cham - Phnom Penh,
sonnig, 31 Grad
Die Provinzhauptstadt Kampong Cham, am Westufer
des Mekongs, war in den 1930er und 1940er Jahren ein wohlhabendes Zentrum
des Kautschuk- u. Tabakhandels. Es gibt noch einige schöne Kolonialbauten
u. es ist eine ruhige Stadt. Sie diente uns nur als Zwischenstation auf
dem Weg nach Pnohm Penh. Wir wollten nur aus dem Touristenbus raus, um
heute mit dem lokalen Bus weiter zu fahren. Auf halben Weg machten wir
Pause in der Stadt Skuon. Die Stadt ist bekannt für ihre besonderen
Delikatessen u. zwar gebratene Spinden (Taranteln). Schon in Kampong Cham
an der Bushaltestelle sprach uns eine Kambodschanerin, die auch mit uns im
Bus fuhr, an. Dort versorgte sie uns schon mit Trinkwasser u. in Skuon
kaufte sie uns Spinnen, ein gebratenes, winziges Hühnerkücken, Klebreis im
Bambusrohr u. noch einen weiteren Reissnack. Die Spinnen schmeckten gar
nicht so schlecht, nur den Hinterteil darf man nicht essen, da dieser ein
bißchen bitter ist. Der größte Teil der Businsassen versorgte sich in
größeren Mengen mit den Spinnen.
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| gebratene
Tarantel |
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gegrilltes
Kücken |
Phnom Penh, die Hauptstadt des Landes, hat im
Moment ein genauso heißes u. schwüles Klima wie Bangkok - kaum zum
Aushalten. Wir waren schon einmal vor 10 Jahren hier u. da gab es nur eine
asphaltierte Straße. Nun herrscht ein höllischer Verkehr u. man kann durch
die vielen Motorräder, Fahrradrikschas u. Autos kaum die Straße
überqueren. Da in diesem Land erst vor ein paar Jahren der Führerschein
eingeführt wurde u. die Fahrlehrer kaum mehr Ahnung als die Fahrschüler
haben, geht es dementsprechend zu.
Am Nachmittag besichtigten wir den Königspalast
u. die Silberpagode. Hier wird ein Smaragdbuddha u. ein lebensgroßer
Buddha aus massiven Gold, der 90 kg wiegt u. mit 2.086 Diamanten u,
Edelsteinen besetzt ist, aufbewahrt.
18.12. Phnom Penh - Kep, sonnig, 31 Grad, 4 Std. Bus
Der
öffentliche Bus derselben Linie wie gestern, war heute klimatisiert. Auf
das waren wir nicht vorbereitet, sodaß Gerhard nun leicht verschnupft ist.
Unsere Reise führt uns nach Kep, da wir hier von einem Wiener Freund, der
sich hier ein Haus gebaut hat, eingeladen sind. Nach dem gestrigen
Telefonat mit ihm, wußten wir wo wir aussteigen müssen, konnten es dem
Busfahrer nicht erklären, da er kein Englisch sprach. Eine Mitreisende kam
uns zur Hilfe u. wir wurden dann wirklich am richtigen Platz abgesetzt, wo
Georg u. seine kambodschanische Freundin Moe, schon auf uns warteten. Sie
holten uns mit dem Moped ab. Ich wurde auf ein Moto (Motorrad-Taxi)
gesetzt u. Gerhard fuhr als 3. Person am Moped von Moe mit. Sie klemmte
sich auch noch seinen schweren Rucksack vorne vor die Beine. So fuhren wor
auf einem fast unfahrbaren Feldweg ca. 800 m bis zum Haus.
Nachdem Moe für uns ein leckeres Mittagessen gekocht hatte, fuhr Georg mit
dem öffentl. Bus zum Einkaufen für 2 Tage nach Phnom Penh. Wir nahmen aus
der Garage 2 Fahrräder u. erkundeten die Umgebung.
Kep
liegt am Meer u. war in den 60er Jahren ein bekanntes Seebad. Die Roten
Khmer haben aber alles zerstört u. man sieht noch einige zerschossene
Häuserruinen. Es gibt einige Gästehäuser u. Hotels, aber sehr wenige
westliche Touristen. Der größte Teil der Besucher sind Kambodschaner, die
übers Wochenende von Phnom Penh kommen. Der schmale, schwarze Sandstrand
ist nicht gerade einladend. Der Ort ist aber auch bekannt für seine
köstlichen Krebse. Am Strand gibt es einen eigenen Krebsmarkt. Man kann
die frisch gefangenen Krebse kiloweise kaufen u. vor Ort kochen lassen.
Auch in den umliegenden Restaurants werden Krebsgerichte in allen
Variationen angeboten.
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| Strand Kep |
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zerstörte
Villa |
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| Affenmutter |
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gekochte
Krabben |
Auf
unserer Radtour kreuzte eine Horde Affen die Straße. Außerhalb von Kep
waren die Bauern gerade mit der Ernte auf den Reisfeldern beschäftigt u.
vor ihren Häusern war der Reis zum Trocknen ausgelegt.
Vor
Einbruch der Dunkelheit fanden wir gerade noch zurück. Moe zauberte uns
wieder ein köstliches Abendessen u. danach sahen wir uns auf DVD ein paar
Folgen von MA2412 an.
19.12. Kep, sonnig, 30 Grad
Trotz der 28 Grad im Zimmer haben wir gut geschlafen. Da Georg`s Haus sehr
abgelegen steht, hört man keinen Straßenlärm u. nur das Rauschen der
Palmen im Wind.
Zusammen mit Moe ließen wir uns mit einem Fischerboot zur nächst gelegenen
Insel Koh Tonsay bringen. Das Boot legte an einem palmengesäumten Strand
an, auf dem es auch Übernachtungsmöglichkeiten in strohgedeckten
Bambushütten gibt. Es waren nur wenige Touristen da. Gerhard umrundete die
Insel, da mußte er auf der Rückseite der Insel gelegentlich auf allen
Vieren durch den dichtbewachsenen Dschungel kriechen. Das Wasser war
angenehm war u. es war endlich wieder mal ein erholsamer Tag.
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| Strand auf
Koh Tonsay |
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Haus von
Georg |
Auf
der Rückfahrt verfing sich das Ruder des Bootes in einem Fischernetz.
Schnell eilten uns 2 andere Boote zu Hilfe, doch der Bootsführer zog sich
kurzerhand aus u. tauchte unter das Boot.
20.12. Kep - Sihanoukville, bedeckt 29 Grad
Unser Freund wollte morgen mit uns zu einem Wasserfall in den Dschungel
fahren. Die Gegend ist touristisch noch nicht erschlossen u. es soll
landschaftlich sehr schön sein. Der Wasserfall liegt 120 km von Kep
entfernt. Da wir aber auch den einzigen bedeutenden Badeort Kambodschas
besuchen wollten, war uns der Umweg zu groß u. wir entschieden uns fürs
Meer. Die einzige direkte Verbindung war ein etwas teurer Minibus, der uns
aber gleich bis zum gewünschten Gästehaus brachte. Mit dem Linienbus
hätten wir umsteigen müssen u. die Fahrt hätte viel länger gedauert u.
auch mit den Tuk-Tuk-Fahrern hätten wir wieder verhandeln müssen.
Bei
der Mittagspause bei einem Markt, beobachteten wir einen Minibus der die
lebenden Hühner bündelweise auf das Dach u. Heck gebunden hatte. Da
vergeht einem der Appetit auf Huhn!
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Lebendvieh-Transport |
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Zum
ersten Mal auf unserer Reise waren die ersten 3 Gästehäuser, in denen wir
fragten, schon ausgebucht. Beim 4. hat es dann geklappt. Es waren aber
alle im Umkreis von 200 m, sodaß wir nicht lange laufen mußten.
21.12. Sihanoukville, sonnig, 31 Grad
Kambodscha`s bedeutendster Badeort, Sihanoukville, liegt auf einer
hügeligen Landzunge. Hier gibt es 6 weiße Sandstrände u. sauberes Wasser
mit Badewannentemperatur. Dementsprechend viele Touristen tummeln sich
hier. Uns fallen viele Deutsche auf, einige mit jungen asiatischen Frauen
- es erinnert schon ein wenig an Thailand. Zum Glück sind am Nachmittag
ein paar Wolken aufgezogen. Im Schatten unter dem Sonnenschirm hatten wir
38 Grad. Von den 6 Stränden haben wir uns 3 angesehen; auf allen war
pudriger weißer Sand. Auf dem Strand auf dem wir uns niederließen, rund
200 m von unserem Gästehaus entfernt, reiht sich eine Strandbar an die
andere u. unzählige Verkäuferinnen mit Obst, gegrillten Shrimps oder
Tintenfischen, Masseurinnen, usw. streifen umher.
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Ochheuteal-Beach |
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Shrimps-Verkäuferin |
Angenehm ist, daß die Liegestühle u. Schirme vor den Restaurants den
ganzen Tag kostenlos zur Verfügung gestellt werden, wenn man irgend etwas
konsumiert. Auf der Speisekarte haben wir erst gesehen was man hier alles
bekommt. Die Speisen und Getränke mit dem Wort "Happy" davor, sind sehr
gefährlich, da mit Drogen versetzt.
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hier werden offiziell
Joints verkauft |
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gegrillte Tintenfische |
Die
Strandrestaurants haben zum größten Teil WIFI u. mit meinem IPad können
wir hier Ö3 empfangen. Es war lustig, beim Abendessen am Strand, vom
Schneetreiben am Arlberg zu hören. Wir hatten um 20 Uhr noch immer 28
Grad.
22.12. Sihanoukville, sonnig, 31 Grad
Unser Guesthouse organisiert auch Tagesausflüge zu den umliegenden Inseln.
Im Preis inkludiert sind Frühstück, Mittagessen, Wasser u. Softdrinks,
Obst, Schnorchelausrüstung, Abholung für Kunden aus anderen Gästehäusern,
Nationalparkeintritt u. das alles zum Preis von 15,-- US-Dollar. Mit dem
Auto wurden wir die paar Meter zum Pier gebracht. Die Ausflugsboote sind
fast alle gleich; Fischerboote, die für ca. 20 Personen Platz bieten.
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Bei
der 1. Insel, nach 1 Stunde Fahrzeit konnte man vom Boot aus Schnorcheln.
Mir wurde bei der Fahrt, trotz ruhiger See, richtig schlecht - ich hatte
schon in der Früh leichten Durchfall. Nach dem 30-minütigen
Schnorchelstopp ging es weiter zur nächsten Insel - Bamboo-Island mit
einem schönen Sandstrand u. einigen einfachen Hütten zum Nächtigen. Dort hatten wir Zeit zum Schwimmen bis das
Mittagessen fertig war. Es gab gegrillten Barrakuda, Salat, Baguette u.
frisches Obst. Nach dem Mittagessen wanderten wir 15 Minuten durch einen
schönen Wald auf die andere Seite der Insel. Auch da war ein schöner
Sandstrand u. man hatte auch die Möglichkeit zum Schnorcheln.
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| einsame
Strände |
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riesige
Seeigel |
Um
14 Uhr mußten wir dann wieder zurück am Boot sein, bevor es zur nächsten
Insel wieder zum Schnorcheln ging. Der Korallengarten dort war eigentlich
der Höhepunkt des Tages.
23.12. Sihanoukville, sonnig, 32 Grad
Nachdem wir in der Früh unsere morgige Weiterfahrt nach Thailand
organisiert hatten, war den ganzen Tag Faulenzen am Strand angesagt, was
Gerhard ja nicht so gerne macht! Wir hatten uns heute Liegestühle unter
Bäumen ausgesucht, da es da etwas kühler ist, als unter den aufgeheizten
Sonnenschirmen. Uns fiel auf, daß heute deutlich weniger Urlauber am
Strand waren. Offensichtlich feiern die Christen alle zu Hause
Weihnachten. Hoffentlich haben wir Recht, da wir uns schon Sorgen machen,
daß wir vielleicht morgen auf der Insel Koh Chang keine Unterkunft finden.
Ganz ruhelos kann Gerhard ja doch nicht sein u. als am Nachmittag ein paar
Wolken aufgezogen sind, wanderte er zum nächsten Strand, der fast
menschenleer war.
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| Sokha-Beach |
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Mittagessen
am Strand |
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| am Abend
wird der Strand zum Restaurant |
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Schlangen-Snack |
24.12. Sihanoukville - Koh Chang/Thailand, sonnig, windig, 31 Grad
Ein
beschwerlicher Reisetag!
Beim
Kauf des Tickets inkl. Abholung von unserer Unterkunft auf die Insel Koh
Chang wußten wir noch nicht, wie abenteuerlich die Reise werden sollte.
Etwas nervös wurden wir schon in der Früh, als wir nicht wie versprochen
um 7,15 h abgeholt wurden. Als wir um 7,50 Uhr noch immer mit unserem
Gepäck warteten u. gerade im Büro anrufen wollten, kam doch noch ein
Tuk-Tuk. Der Bus wartete bereits auf uns u. wir fuhren auch schon los.
Eigentlich hatten wir geplant, am Busbahnhof noch ein Frühstück zu kaufen,
das fiel jetzt aus. Der Bus war nur halb voll u. im letzten Ort vor der
Grenze stiegen dann alle Asiaten aus u. eine Handvoll Touristen blieb
über. Wir schauten uns alle an, denn keiner wußte wie es weiter geht. Wir
blieben halt mal alle sitzen. Nachdem das im Gepäckraum mitgeführte Moped
mit ausgebautem Vorderrad wieder zusammen gebaut war, brachte uns der Bus
noch bis zur 12 km entfernten Grenze.
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T H A I L A N D
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Als
der Bus anhielt, war gleich wieder eine Menge Leute um den Bus u. wir
wußten nicht, ob irgendeiner zur Firma gehörte. Einer verlangte unsere
Pässe u. gab sie dem Grenzbeamten.
Anschließend wurden wir genau
registriert. Zuerst mußten wir in eine Videokamera schauen, dann wurden 4
Finger von der rechten Hand gescannt, dann der rechte Daumen u.
anschließend alles noch einmal mit der linken Hand. Bei der Einreise
hatten wir nicht mal einen Zollbeamten zu Gesicht bekommen u. was das bei
der Ausreise noch für einen Sinn macht, konnte keiner nachvollziehen. Der,
der uns die Pässe abgenommen hatte, wollte dann noch ein Trinkgeld für
seine Hilfe haben. Mit unserem Gepäck marschierten wir dann ca. 100 m zur
Einreise nach Thailand. Da mußten wir noch das Visum ausfüllen u. ohne
weitere Bürokratie bekamen wir die Aufenthaltsgenehmigung für 14 Tage.
Danach wußten wir wieder nicht wie wir weiter kommen. Beim Ticketkauf
sagte man uns zwar, daß man an der Grenze in einen Minibus umsteigen muß,
doch fanden wir zuerst niemanden der zuständig war. Nach einiger Zeit
wurden wir dann doch angesprochen u. wir bekamen einen Zettel mit der
Aufschrift Koh Chang für die Fähre. Wir mußten 50 Min. warten, bis der
Minibus voll war. Mit diesem wurden wir dann ca. 15 Km bis zu einer
Tankstelle gebracht, wo alle in einen anderen Minibus umsteigen mußten.
Dieser fuhr dann mit uns 70 km nach Trat zum Busbahnhof. Dort angekommen,
wurden alle aufgeteilt. Einige fuhren weiter nach Bangkok, andere nach
Pattaya u. wir waren die einzigen Zwei nach Koh Chang. Der
Songthaews-Fahrer, der uns zur Fähre bringen sollte, sagte uns gleich, daß
es noch 40 Minuten dauert bis der Bus aus Bangkok kommt u. wir einstweilen
ins Bahnhofsrestaurant gehen sollen. Nach 1 Stunde hatte er sein Fahrzeug
endlich voll. Der nächste Halt war eine Tankstelle, wo er 3 Liter tankte!
Nach ca. 10 km kamen wir zu einer Verkaufsstelle für die Fährtickets.
Unsere Tickets kaufte der Fahrer, da wir diese schon mitbezahlt hatten.
Alle anderen mußten es selbst machen u. die meisten ließen sich auch eine
Unterkunft auf der Insel aufschwatzen. Da die Unterkünfte aber alle weit
im Süden der Insel waren u. wir nicht die Katze im Sack kaufen wollten,
hofften wir auf ein Weihnachtswunder, auf der Insel auch noch was finden.
Wir ließen uns aber von einem Minibus-Fahrer überzeugen, gleich den
Transfer auf der Insel zu buchen. Es stellte sich noch heraus, daß das
tatsächlich die richtige Entscheidung war. Er lud hier schon unser Gepäck
in sein Auto u. brachte uns die letzten 3 - 4 km zur Fährhafen. Wie wir da
überhaupt hingekommen wären, ist uns jetzt noch ein Rätsel, da der andere
Fahrer sich inzwischen aus dem Staub gemacht hatte. Die Fähre wartete mit
dem Ablegen bis die Sonne unterging. In einem Schneckentempo tuckerten wir
in Schlangenlinie auf die Insel zu. Kurz vorm Anlegen suchte der Fahrer am
Oberdeck alle seine Schäfchen zusammen u. wir konnten als erstes Fahrzeug
runter von der Fähre. Eine Touristin, die nichts gebucht hatte, wollte
noch mit uns fahren, doch leider war kein Platz mehr.
Wir hatten uns im Reiseführer eine
Unterkunft ausgesucht, zu der wir gleich als Erste gebracht wurden. Sie
entsprach aber nicht unseren weihnachtlichen Vorstellungen, sodaß ich mit
unserem Gepäck dort wartete u. Gerhard sich auf die Suche machte. Nach
einer 3/4 Stunde kam er endlich zurück. Fast alles war ausgebucht oder
unzumutbar. Er fand aber doch noch ein Zimmer in einem Hotel mit europ.
Standard; leider nur für 1 Nacht.
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| Elefant mit
lackierten Nägeln! |
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Da 95 % der Thailänder Buddhisten
sind, wird Weihnachten nur für die Touristen gefeiert. Da wir hier in
einem reinen Touristenort, mit vielen riesigen Hotelresorts sind, wird
auch dementsprechend gefeiert - bemalte Elefanten, Christbäume, Feuerwerk,
usw. Zum Abendessen gab es endlich wieder einmal gewohntes westliches
Essen.
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| Grillhenderl
mit Pommes u. Salat |
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leider nicht
meine Packerln |
25.12. Koh Chang, sonnig, 31 Grad
Wo
ist der Strand?
Nachdem wir unser Zimmer geräumt hatten, machten wir uns sogleich auf die
Suche nach einer neuen Bleibe. Es stellte sich rasch heraus, daß dies gar
nicht so einfach war. Wir hatten uns auch die Bungalow-Anlagen direkt am
Strand angesehen. Da mußten wir mit Entsetzen feststellen, daß gar kein
Strand vorhanden ist. Der "White Sand Beach" ist am Vormittag bei Flut zur
Gänze überschwemmt. Auch die Restaurants u. Bungalows, die zu weit nach
vorne gebaut sind, stehen im Wasser. Man erklärte uns, daß der Strand um
ca. 14 Uhr zum Vorschein kommt. Im ersten Moment waren wir froh, daß wir
noch kein Zimmer gefunden hatten. Wir beschlossen, uns einen Motorroller
zu mieten u. die Strände entlang der Küste anzusehen. Besonders den 13 km
entfernten "Lonely Beach", zu dem gestern die meisten Rucksackreisende
gefahren sind. Auch hier stellten wir fest, daß die Situation nicht anders
war. Es ist dort etwas ruhiger, da es dort keine Hotels u.
Pauschaltouristen gibt. Wir fanden an der ganzen Küste keinen einzigen
schönen Strand, obwohl Unmengen von Touristen hier sind. Was machen die da
am Vormittag? Viele saßen auf den Terrassen ihrer Bungalows oder fuhren
mit Motorrollern in der Gegend herum. Die Miete, € 4,60 für einen ganzen
Tag, ist ja wirklich günstig. Als wir gegen 14 Uhr wieder auf Zimmersuche
gehen wollten, war plötzlich doch wieder in unserem gestrigen Hotel ein
Zimmer frei. Gut, daß wir unser Gepäck an der Rezeption deponiert hatten.
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| Strand unter
Wasser - Vormittag |
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Strand am
Nachmittag |
Am
Nachmittag hatte sich das Bild am Strand komplett verändert u. jede Menge
Leute tummelten sich im Wasser. Gegen Abend änderte sich das Strandbild
erneut. Es wurden Restaurants und Bars am Sandstrand aufgebaut,
Lichterketten u. Laternen hingen in den Bäumen u. Palmen u. große
beleuchtete Reklameschilder wurden aufgebaut.
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| Strand am
Abend |
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unser geiles
Gefährt |
26.12. Koh Chang, sonnig, 31 Grad
4-Inseln Schnorcheltour
Mit
einem Songthaews wurden wir zu einem Pier ganz im Süden der Insel
gebracht. Der Pier war mindestens 300 m lang. Auf den ersten 200 m war
links u. rechts ins Meer ein ganzes Dorf gebaut. In den Pfahlbauten waren
Shops, Restaurants u. auch Unterkünfte untergebracht. Am letzten Stück zum
großen Boot war der Pier aufgrund der Flut ca. 20 cm unter Wasser.
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| Pier unter
Wasser |
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Auf
dem großen Boot waren wir ca. 80 Leute. Vor der ersten, kleinen,
unbewohnten Insel, wo wir einen Halt zum Schnorcheln machten, waren schon
3 andere große Boote hier. Somit waren auf engstem Raum ca. 250 Leute im
Wasser, was nicht mehr lustig war. Die Korallen sind schon alle
abgestorben. Man konnte sich gar nicht richtig auf die Fische
konzentrieren, da man ständig aufpassen mußte, daß man nicht irgendeinen
Fuß von einem zappelnden Japaner ins Gesicht bekam.
Beim
2. Schnorchelstopp waren dann zum Glück wesentlich weniger Leute im
Wasser. Es gab bei dieser Insel auch einen kleinen Strand und Gelegenheit
zum Schwimmen.
Das
Mittagsbuffet, grünes Hühnercurry, gebratene Nudeln mit Gemüse, Reis und
Obst wurde am Schiff serviert.
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der dicke Fisch bin ich! |
Bei
der Insel nach dem Mittagessen sah man die meisten Fische. Da manche nicht
aufgegessen hatten, warfen sie den Reis ins Wasser, was natürlich riesige
Fischschwärme anlockte. Auf der Fahrt zum letzten Stopp gab es dann noch
einen Snack, bestehend aus Garnelen, gekochten Maiskolben, Ananas u.
Melonen. Den ganzen Tag über konnte man sich auch bei den Automaten mit
Tee und Kaffee, sowie Wasser selbst bedienen.
Die
Guides hatten mit den Gästen jede Menge zu tun. Nach jedem Stopp gab es
Verletzte, weil die Leute so dumm waren u. sich auf die messerscharfen
Korallen stellten.
27.12. Koh Chang, sonnig, 31 Grad
Koh
Chang ist nach Phuket die zweitgrößte Insel des Landes u. die Hauptinsel
des Koh Chang Meeres-Nationalparks mit mehr als 40 Inseln. 70 % der Insel
bestehen aus fast undurchdringlichem Regenwald. Die Insel ist sehr bergig
u. entlang der Küste verläuft die schmale Straße zeitweise wie auf einer
Hochschaubahn. Es gibt einige schöne Wasserfälle u. die Westseite bietet
schöne Strände. Ebenso gibt es viele Elefanten, die früher für
Waldarbeiten eingesetzt wurden u. heute die Touristen durch den Dschungel
tragen.
Zum
zweiten Mal in diesem Hotel mußten wir das Zimmer wechseln. Was das für
einen Sinn macht, haben wir nicht verstanden. Als wir am Vormittag einen
Spaziergang machten u. unsere morgige Weiterreise nach Bangkok buchen
wollten, verließen auch 2 Mädels mit ihren Badesachen das Hotel. Wir
dachten zuerst, sie sind am Abend angekommen u. wissen noch gar nicht, daß
es am Vormittag keinen Strand gibt. Gut, daß wir ihnen folgten, denn
seltsamerweise war plätzlich um 10 Uhr Vormittag der weiße Sandstrand in
all seiner Pracht vorhanden! Innerhalb von nur 2 Tagen hatten sich die
Gezeiten so verändert, daß um mehr als 1 m weniger Wasserstand war!
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| Strand um 10
Uhr Vormittag |
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... und am
späten Nachmittag |
Somit war im heurigen Jahr zum letzten Mal in der Sonne faulenzen
angesagt.
Zum
Abendessen suchten wir uns noch einmal einen "Red Snapper" aus.
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| Red Snapper,
Tintenfisch u. Languste |
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Songtheaws
(Taxi) |
28.12. Koh Chang - Bangkok, sonnig, 32 Grad
Schweren Herzens haben wir die Insel verlassen; wir hätten es schon noch
ein paar Tage ausgehalten. Ein Minibus hatte uns ganz pünktlich um 10 Uhr
vom Hotel abgeholt u. ist mit uns auf die Autofähre gefahren. Nach einer
halben Stunde Überfahrt waren wir wieder am Festland u. wir mußten am
Busbahnhof auf den Anschlußbus aus Bangkok warten. Im klimatisierten
VIP-Bus waren ausschließlich Touristen. Der Bus hatte nur 3 Stationen als
Fahrziel. Die erste 15 Minuten vom Flughafen entfernt, die zweite beim
Hauptbahnhof u. die letzte bei der Khaosan Road, wo wir ausstiegen.
Die
Rush-Hour in Bangkok war der reinste Horror. Die letzten 2 Stunden waren
wir nur mehr im Stau unterwegs u. kamen mit 2 Stunden Verspätung um 19,30
h im Ziel an. Am Abend gestaltete sich die Zimmersuche nicht so einfach.
Die meisten Gästehäuser waren ausgebucht oder hatten nur mehr die
teuersten Zimmer frei. Nachdem wir was schönes gefunden hatten,
schlenderten wir noch durch die mit Menschen verstopfte Touristenmeile,
die Khaosan Road.
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| VW-Bus
umgebaut in Wechselstube mit Bankomat |
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abendliche
Khaosan Road |
29.11. Bangkok - Kanchanaburi - Bangkok, 340 km, sonnig, 31 Grad
Unser letzter Tagesausflug führte uns zum Tiger-Tempel u. zur River
Kwai-Brücke nach Kanchanaburi. Wir wurden direkt vom Hostel abgeholt.
Jedoch aufgrund des starken Verkehrs mit 45 minütiger Verspätung. Im
Minibus waren wir 6 Touristen. Einige Kilometer später wurde das Fahrzeug
dann noch mit Einheimischen u. viel Gepäck bis oben hin vollgestopft.
Unterwegs wurden diese in die Dörfer gebracht u. die Pakete zugestellt.
Das ärgerte uns sowie auch die anderen Touristen maßlos, weil wir sicher
den 10-fachen Preis als die Einheimischen bezahlt u. einen Ausflug gebucht
hatten. Um 14 Uhr waren wir endlich am Eingang zum Tiger-Tempel. Im
Reiseführer wird von einem Besuch abgeraten. Es ist Tierquälerei, da die
Tiger mit Beruhigungsmittel ruhig gespritzt werden. Die meisten Tiere
schlafen. Es ist ein richtig kommerzieller Betrieb mit massenhaft
Besuchern. In der Schlucht, in der ca. 10 Tiger lagen, mußte man sich
zuerst anstellen u. die Verhaltensregeln wurden erklärt. Volontiere
führten die einzelnen Besucher an der Hand zu den Tigern u. ein zweiter
ging mit um Fotos zu machen. Man durfte sich nur hinter den Tiger setzen.
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Auf
der Heimfahrt machten wir noch einen kurzen Stopp bei der berühmten Brücke
am River Kwai. Auch auf der Heimreise herrschte auf den letzten Kilometern
ein Verkehrschaos; um 20 Uhr waren wir dann endlich wieder zu Hause u. von
der langen Autofahrt ziemlich müde.
30.12. Bangkok, sonnig, 34 Grad
Der
Thai-Kalender richtet sich nach dem Todestag Buddhas. Sie feiern den
Jahreswechsel am 13. April. Im Moment leben wir hier schon im Jahr 2554!
Aber auch zum westlichen Neujahr gibt es ein 3-tägiges Fest. Alles wird
hier schon geschmückt u. es gibt zahlreiche Veranstaltungen.
Am
Vormittag wollten wir Wat Pho, den ältesten u. größten Tempel der Stadt
besuchen. Er beherbergt den 46 m langen u. 15 m hohen, liegenden Buddha.
Aufgrund einer Feier der Thais, war dieser aber bis 13 Uhr
geschlossen. Im Park gegenüber dem Königspalast, wurde auch schon alles
für die Feiern vorbereitet u. auch die königlichen Elefanten, schön
geschmückt, hatten ihre Probe. Danach wurden sie mit Gurken gefüttert,
bekamen noch Wasser aus einem Tankwagen, bevor sie auf LKW`s verladen
wurden. Es war interessant zuzuschauen.
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Mit
dem Boot fuhren wir am Chao Phraya-Fluß bis zur nächsten Sky-Train-Station.
Mit der klimatisierten Hochbahn ging es weiter zum MBK-Einkaufszentrum, wo
die Touristen noch ihre letzten Baht loswerden. Hier reiht sich ein
modernes Einkaufszentrum um das andere, ein richtiger Kontrast zu
China-Town. Einige sind miteinander verbunden u. man muß gar nicht hinaus
in die Hitze. In den Designerläden sind die Preise fast wie bei uns. In
den billigen Geschäften mit den Imitaten ist alles spottbillig u.
Verhandlungssache.
Der
Linienbus brachte uns zurück bis zum Wat Pho. Heute waren wir irgendwie
unsichtbar. Am Boot u. im Bus übersah uns die Kassiererin u. beim Tempel
hat auch niemand kontrolliert. Ich konnte heute sogar mit meiner kurzen
Hose hinein, was normal nicht erlaubt ist; aber ich war nicht die Einzige!
Unangenehm waren heute die 34 Grad im Schatten, aber das ist ja ab morgen
wieder vorbei.
31.12. Bangkok-Dubai-Wien
Gestern Abend bummelten wir ein letztes Mal durch die Khaosan-Road, vorbei
an den vielen Massagebetten auf der Straße u. noch schnell die letzten
Baht für Essen ausgegeben.
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Massage auf der Straße |
Um 6
Uhr Früh begann mit der Abholung u. dem Transfer zum Flughafen ein
anstrengender Reisetag. In der Flughafen-Lounge bekamen wir endlich wieder
einmal westliches Frühstück. Der erste Flug von Bangkok nach Dubai sollte
6 1/2 Stunden dauern. Aufgrund eines elektronischen Defektes der Maschine
saßen wir knapp 3 Stunden im Flugzeug, bis der Schaden endlich behoben war
u. wir starten konnten. Gott sei Dank hatten wir in Dubai ein Zeitfenster
von 4 Stunden, sodaß wir gerade noch unseren Anschlußflug nach Wien
erreichten. In der Boing 340-500, für 258 Passagiere, waren wir insgesamt
nur 45 Fluggäste, so hatte jeder seine eigene Reihe u. wir konnten uns zum
Schlafen ausgestreckt hinlegen. Um 20,30 Uhr landeten wir dann wieder in
der Heimat. Die 5 1/2 Wochen vergingen leider viel zu schnell u.
hinterließen einen unvergeßlichen Eindruck.
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thail. Zeitung vom 30. Dezember 2554 |
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erholsamer Schlaf im Flieger |
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